"Mann/Frau": Du bist nicht allein

8. September 2015, 09:54
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Die von Christian Ulmen produzierte Serie über einfach komplizierte Beziehungswelten geht in die zweite Saison

Was gar nicht geht: Socken beim Sex anlassen, Typen, die ihr Profilfoto auf einer Datingseite anschneiden, damit keiner merkt, dass sie eine Glatze haben, die Rechnung im Restaurant durch zwei teilen, andere Frauen anstarren, Nägel kauen, Poster von Tussis in Unterwäsche, Typen, die Pulver essen, damit ihre Muskeln dicker werden. Und, und, und. Drei Minuten tauscht sich Lore mit ihren Freundinnen aus, was gut und gar nicht gut ist im Umgang mit dem anderen Geschlecht. Regeln, die auf der anderen Seite Mikro gar nicht kennt, die sie deshalb auch gar nicht befolgen kann – wobei sie trotzdem irgendwie süß ist.

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So einfach kompliziert ist das Singledasein unter Dreißigjährigen zumindest in "Mann/Frau", der Webserie des Bayerischen Rundfunk. Und weil nach 20 Folgen zu je vier Minuten noch lange nicht alles gesagt war – obwohl ziemlich schnell gesprochen und geschnitten wird –, geht es jetzt weiter. Ab heute stehen weitere zwanzig Folgen auf blog.br.de/mannfrau bereit, ab dem 11. September zeigt sie der BR wöchentlich um 23:15 Uhr.

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Geschrieben von Jana und Johann Buchholz und produziert von Christian Ulmen, ist die Serie eine Art Wärmekissen für einsame Großstadtseelen oder eher für solche, die sich dafür halten: "Die Idee ist, dass in drei Minuten dein eigener Alltag, dein eigenes Leben Revue passieren", sagt Ulmen im Interview. "Dass du für drei Minuten mit den eigenen Unzulänglichkeiten, den eigenen Peinlichkeiten konfrontiert wirst und das Gefühl hast: Ich bin nicht allein."

Der Schauspieler und ehemalige "Tatort"-Kommissar Ulmen versucht mit seiner Produktionsfirma neue Wege. Die Webserie ist nur eine von vielen, derzeit gehört sie zu den erfolgreicheren. (prie, 8.9.2015)

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