Ars Electronica Festival endete mit 92.000 Besuchern in Linz

7. September 2015, 13:44
posten

Reges Interesse an PostCity am Hauptbahnhnof – Projekt "Renaming the City" beendet

Linz – Das Ars Electronica Festival "Post City" ist am Montag in Linz zu Ende gegangen. Bis zum Abend rechneten die Organisatoren mit rund 92.000 Besuchern an allen Veranstaltungsorten. Besonders die im alten Postverteilzentrum am Hauptbahnhof untergebrachte Festivalstadt PostCity wurde am Wochenende regelrecht gestürmt, zogen die Festivalmacher in einer Pressekonferenz Bilanz.

Das Festival fragte heuer nach der Zukunft der Stadt. Mobilität, Arbeit, Offene Gesellschaft und autarker Bürger sowie totale Überwachung und Schutz davor waren die großen Themen, die in Symposien, Foren, Ausstellungen und Projekten beleuchtet wurden. Es gab 83 Führungen in zwölf Sprachen und "ein enorm breites Publikum von Kindergärten über Familien bis zu internationalen Gästen", resümierte Ars-Electronica-Leiter Gerfried Stocker.

Fast 1000 Mitwirkende

Insgesamt 482 Einzelveranstaltungen von 946 Künstlern, Wissenschaftern, Aktivisten und Mitwirkenden aus 42 Ländern machten das reichhaltige Programm aus. 430 Partner und Sponsoren hätten das ermöglicht, so Stocker. Für Vizebürgermeister Bernhard Baier (ÖVP) zeigte der Besucheransturm die Relevanz des Themas und er betonte das "Bekenntnis, an der Erfolgsgeschichte weiterbauen zu wollen".

Der temporäre "Bürgermeister" der PostCity, Festivalleiter Martin Honzik, dankte den "Protagonisten der Nacht", den Mitarbeitern des Magistrats, die in der Nacht Pflanzen gossen, Müll und Abfall entsorgten sowie den öffentlichen Stellen wie Feuerwehr und Polizei und dem Roten Kreuz. Ohne sie wäre das nicht gelungen.

Was nun mit dem 100.000 Quadratmeter umfassenden Postverteilzentrum geschehen werde, sei noch offen. "Der Post ist es weiter ein Anliegen, zu veräußern", so Honzik.

"Renaming the City"

Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde noch ein längeres Projekt des Festivals beendet. Der südafrikanische Künstler Marcus Neustetter suchte in "Renaming the City" für den bisher unbenannten Weg quer durch den Linzer Volksgarten einen Namen. Der Park erfüllt als Kinderspielplatz, Schachspielstätte, Weg zum Musiktheater, als Verbindung vom Bahnhof zur Landstraße vielfältige Aufgaben.

Gemeinsam mit Stadtrat Stefan Giegler (SPÖ) wurde das Schild "Weg der Begegnung" angebracht. Neustetter hatte in Linz lebende Personen mit und ohne Migrationshintergrund eingeladen, sich einen Namen auszudenken. In Kooperation mit Vereinen und durch Befragung der Menschen, die sich im Volksgarten aufhalten, gingen mehr als 400 Vorschläge ein, aus denen eine Jury den Sieger wählte. (APA, 7.9.2015)

Share if you care.