Slowest Food in Mauthausen

    Ansichtssache8. September 2015, 14:00
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    Mahlkampagne Oberösterreich 2015: Harald Fidler hat gewählt – für's Erste den Weindlhof

    Draußen geht es auf jedem Acker, jeder Wiese und "seppverständlich" um Oberösterreich und nicht um Brüssel und Wien, um "sichere Grenzen", um Arbeit, Wohnen, um "Giftkonzerne" und "Gen-Scheiß", wie nach dem 27. September wohl sechs Jahre nicht mehr. Drinnen könnte man plakatieren, jedenfalls an diesem Septembermittwoch: In der Ruhe liegt die Kraft.

    Drinnen, das ist eigentlich auch droben über der Altstadt von Mauthausen, mit Blick über die Donau, in einem sehr gepflegten, teils rotbestuhlt modernisierten Landgasthaus mit Pension: dem Weindlhof. Teil 1 einer kleinen Mahlfahrt vor der Landtagswahl.

    Der Slow-Food-Führer für Österreich empfiehlt diese Wirtschaft, und Slow Food wird hier auch im Wortsinn gelebt. Jedenfalls bei unserem Besuch. Wenn man nicht doch noch weiterkommen will in Oberösterreich. Aber: In der Ruhe liegt die Kraft, und ich hatte es nicht brennend eilig.

    foto: harald fidler

    Scharfe Sache

    Auch chilig kann, um ein "l" reduziert, ein bisschen brennen: Pfeffersupperl mit Speckbrot-Miniatur grüßt ein klein wenig feurig aus der Küche.

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    foto: harald fidler

    Backpilz

    Für die Freunde der Back-Ware: Wirklich schöne Steinpilze gebacken mit Trara und Erdäpfel-Vogerlsalat. Ohne Fehl und Tadel, sag sogar ich.

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    foto: harald fidler

    Wildes Huhn

    Wir navigieren konsequent weiter außerhalb der Karte (und abseits des gebotenen Weißabgleichs): Wildhühnerleber wird noch offeriert, geröstet. Sehr gut. Die Kraft der Ruhe und Geduld lässt im Saft schon ein erstes Mal die Muskeln spielen, scheint mir: recht intensiv.

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    foto: harald fidler

    Stoned

    Wenn die Steinpilze schon gebacken so schön sind, frage ich mich: Wie müssen sie erst geröstet daherkommen? Genau so. Eine Pracht. Wiewohl auch die Schwämme eine durchaus kräftige, ich Universaldilettant würde sagen: Reduktion begleitet, deren Intensität mir schon fast ein bisserl zu salzig daherkommt.

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    foto: harald fidler

    Weiter so

    Auf ähnlich kraftvollem Grund kommen die diversen Filetspitzen daher, mit sehr ordentlichen, grob geschnitzten Pommes. Ein prototypisches Landgasthausgericht, für das ohnehin längst ein Förderkreis gegründet gehört.

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    foto: harald fidler

    Mohnstrudelsum

    Gekochter Mohnstrudel mit Limettensorbet auf Heidelbeeren – praktisch ein Mohn-Dim-Sum, fand ich. Können wir nur empfehlen.

    Weindlhof (noch mit Speisekarte für August, auch hier große Ruhe, Karte gilt ja auch noch)

    Fünf Gänge, Saft, Kaffee: 96,60 Euro (Harald Fidler, 8.9.2015)

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