54 Propeller: Bastler hebt mit selbstgebauter Riesendrohne ab

7. September 2015, 08:20
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Die "Schwarm-Super-Drohne" erinnert Nutzer an Pionierflüge a la Gebrüder Wright

Es gibt diesen einen Moment, da wird es selbst dem Kameramann zu viel: Nämlich, als der YouTuber Gasturbine101 plötzlich mehr als drei Meter hoch aufsteigt. Denn der Brite ist alles andere als sicher – er sitzt in einem selbstgebastelten Fluggerät, das aus 54 kleinen Drohnenpropellern besteht. "Hört auf zu suchen, der großartigste Brite aller Zeiten wurde gefunden", kommentiert der Guardian.

gasturbine101

Bis zu zehn Minuten in der Luft

Tatsächlich löst der gefährliche Flug Erstaunen aus – und wurde auf YouTube bereits hunderttausende Mal angeklickt. Das Gerät, offiziell ein Pentacontakaitetrakopter, kann angeblich bis zu zehn Minuten fliegen. Es besteht aus 54 (daher der Name) 18 Zoll großen Propellern, die 5000 Mal pro Minute rotieren. Insgesamt wiegt das Gerät 148 Kilogramm, weitere 164 Kilogramm soll es schultern können. Zum Schutz vor Wind, Regen und – vor allem – den Propellern wurde eine harte Plastikkuppel für den Kopf des Piloten installiert. Energie bezieht das Fluggerät aus Batterien.

forschungsbuero

Kein Pionier

Der Brite ist jedoch nicht der erste Mensch, der auf einer Drohne abhebt (ignorieren wir für Anschaulichkeitszwecke, dass Drohne ein Synonym für unbemannte Fluggeräte ist): Bereits 2011 flog ein Testpilot mehr als 90 Sekunden lang mit einem "elektrischen Multicopter". Das wirkte allerdings um einiges professioneller, durchgefüht wurde der Versuch von der Firma "e-volo". Dank besserer Rechenleistung, günstigeren Bauteilen (und militärischer Forschung) erlebten Drohnen in den vergangenen Jahren einen Durchbruch. Bald könnten auch Lieferservices auf die Fluggeräte setzen und sie so alltagstauglich machen. (fsc, 7.9.2015)

  • Der YouTube-Nutzer Gasturbine101 hat wohl Nerven aus Stahl
    foto:screenshot/youtube

    Der YouTube-Nutzer Gasturbine101 hat wohl Nerven aus Stahl

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