Prachtsommer brachte Österreich mehr Staus

6. September 2015, 16:13
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Die Anzahl der Staus im Sommerreiseverkehr auf Österreichs Straßen ist deutlich gestiegen

Wien – 484 Staus hat es heuer im Sommerreiseverkehr auf Österreichs Straßen gegeben. Im Vorjahr war die Zahl noch bei 415 gelegen. Die meisten Staus wurden mit 15,5 Prozent auf der Tauernautobahn (A10) verzeichnet, die damit erneut das Ranking anführte, teilte der ÖAMTC am Sonntagnachmittag in einer Aussendung mit. Nach Salzburg und Tirol wurden die meisten Staus aus Kärnten und Oberösterreich gemeldet.

In der Bilanz erfasst wurden Staus mit einer Länge von mehr als 1,5 Kilometern beziehungsweise Verzögerungen von mindestens 15 Minuten an Samstagen und Sonntagen seit Beginn der Sommerferien. Hauptreisetag blieb der Samstag, Freitage werden aber laut ÖAMTC immer häufiger für die An- und Sonntage zunehmend für die Heimreise genutzt.

Urlaube auskosten

Verantwortlich für den deutlichen Anstieg der Staus war einerseits, dass es in der ersten Julihälfte 2014 während der Fußball-WM in Brasilien auffallend weniger Reiseverkehr gab, erläuterten die Experten des Automobilclubs. Andererseits hat das durchgehend schöne Sommerwetter heuer dazu geführt, dass Urlaube oft bis zur letzten Minute ausgekostet wurde. Dadurch kam es speziell an Sonntagen zu mehr Staus Richtung Norden.

22,7 Prozent aller Staus wurden aus Salzburg gemeldet, fast ebenso viele mit 22,5 Prozent aus Tirol. Stark belastet waren auch Kärnten (12,6 Prozent) und Oberösterreich (12,4), gefolgt von Niederösterreich (10,3) und der Steiermark (9,9). Im Ranking der einzelnen Staupunkte hinter der A10 auf Platz zwei lag wie im Vorjahr die Fernpass Straße (B179) mit 9,5 Prozent aller registrierten Staus, gefolgt von der Westautobahn (A1) mit 7,4 sowie der Pyhrnautobahn (A9) mit 6,2 Prozent.

Weniger Unfälle

Jeweils knapp vier von zehn Staus entstanden durch Unfälle (39,3 Prozent) oder Verkehrsüberlastung (38,8). Der Anteil der durch Unfälle verursachten Staus war heuer jedoch deutlich niedriger als in den vergangenen beiden Jahren. Rund acht Prozent der Staus waren auf Baustellen zurückzuführen, fünf Prozent auf defekte Fahrzeuge.

Die Ursachen für Staus waren je nach Strecke sehr unterschiedlich. Fast neun von zehn aller Staus auf der B179 und mehr als die Hälfte der Staus auf der A10 kamen durch Überlastung zustande. Drei Viertel aller Staus auf der A2 und mehr als die Hälfte der Verzögerungen auf der A1 gab es dagegen laut ÖAMTC durch Unfälle. (APA, 6.9.2015)

  • Viel Verkehr auf den heimischen Straßen.
    foto: apa

    Viel Verkehr auf den heimischen Straßen.

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