Körper statt Bluetooth: Neuer Übertragungsstandard

5. September 2015, 17:25
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Smartwatch & Co. sollen mit dem Smartphone künftig per Magnetfelder kommunizieren

Heutige Wearables kommunizieren mit dem Smartphone in der Regel mittels Bluetooth. US-Wissenschaftler haben nun eine neue Möglichkeit für die Datenübertragung gefunden. Beim Übertragungsstandard "Magnetic Field Human Body Community" werden die Daten per Magnetfeld durch den Körper geleitet.

Keine Gesundheitsgefährdung

Bei Tests stellten die Forscher fest, dass der Pfadverlust gegenüber Bluetooth zehn Millionen Mal geringer war. Dadurch sei es möglich Wearables zu bauen, die deutlich weniger Strom benötigen. Eine etwaige Gesundheitsgefährdung konnten die Wissenschaftler nicht verorten. Bei den eigenen Versuchen wurden Probanden isolierte Spulen aus Kupferdraht am Körper angebracht, wobei mittels Spannung ein Magnetfeld erzeugt wurde.

Zudem abhörsicher

Ein weiterer Vorteil liegt angesichts immer größerer Datenschutzbedenken auf der Hand: So ist der Funkstandard abhörsicher. Bei Bluetooth ist dies nicht der Fall, wie bereits mehrmals bewiesen wurde. Dadurch könnten laut der Wissenschaftler auch hochsensible Informationen wie etwa Gesundheitsdaten übertragen werden.

Einen Haken gibt es

Einen Nachteil gibt es allerdings: Nicht alle Wearables sind für den Übertragungsstandard geeignet, da es für die Magnetfelder Spulen bedarf. Diese können leicht in das Armband einer Smartwatch integriert werden, nicht aber in ein Smartphone. (dk, 05.09.2015)

  • Statt Bluetooth sollen bei der Datenübertragung zwischen Smartwatch und Smartphone künftig Magnetfelder zum Einsatz kommen.
    foto: birgit riegler/derstandard.at

    Statt Bluetooth sollen bei der Datenübertragung zwischen Smartwatch und Smartphone künftig Magnetfelder zum Einsatz kommen.

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