Franken-Konvertierung: Polen mildert Gesetz ab

4. September 2015, 15:55
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Die im Land aktive RBI könnte sich dadurch viel Geld sparen. Statt 90 Prozent sind 50 Prozent der Kosten zu übernehmen

Warschau – Hoffnungsschimmer für Commerzbank und Raiffeisen Bank International in Polen: Das Oberhaus des polnischen Parlaments hat das umstrittene Gesetz um Umtausch von Franken-Krediten in Zloty abgemildert, wie ein Sprecher am Freitag sagte. Der Entwurf sieht nun vor, dass Banken 50 Prozent der Kosten aus der Zwangskonvertierung tragen müssen und nicht wie zuletzt von Unterhaus geplant 90 Prozent.

Im Fokus stehen dabei Kredite von gut 34 Milliarden Euro – das entspricht acht Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes. Viele Kunden hatten die Franken-Darlehen begierig aufgenommen, haben nach dem Kursverfall des Zloty zur Schweizer Währung nun aber Probleme bei der Rückzahlung. Das Parlament will die Banken zwingen, die Darlehen in Zloty-Hypotheken umzutauschen. Die Banken hatten angekündigt, sich dagegen zu wehren.

Was auf die Institute tatsächlich zukommt, ist jedoch noch offen: Denn nun geht der Gesetzesentwurf wieder zurück an das Unterhaus, das ihn jüngst verschärft hatte. (APA, 4.9.2015)

  • RBI-Vorstandschef Karl Sevelda dürfte aufatmen: Auf seine Bank kommen geringere Kosten als erwartet zu.
    foto: apa / techt

    RBI-Vorstandschef Karl Sevelda dürfte aufatmen: Auf seine Bank kommen geringere Kosten als erwartet zu.

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