Russland vor Duell mit Schweden stark unter Druck

4. September 2015, 13:39
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Bei Sluzki-Premiere hilft im Kampf um Top-Zwei-Platz nur Sieg weiter – Neo-Coach: "Hatten nicht genug Zeit" – Schweden in EM-Quali-Spielen neun Partien unbesiegt

Moskau – Acht Punkte aus sechs Spielen und nur Platz drei in der Österreich-EM-Qualifikations-Gruppe G. Die russische Nationalmannschaft steht im Kampf um die beiden Fixtickets für die Fußball-EM 2016 in Frankreich mit dem Rücken zur Wand. Am Samstag hilft wohl nur ein Sieg in Moskau gegen den vier Punkte entfernten Zweiten Schweden weiter. Der soll auch durch den Trainereffekt gelingen.

Nach der 0:1-Niederlage gegen die ungeschlagen an der Tabellenspitze stehende ÖFB-Auswahl musste Russlands Teamchef Fabio Capello am 14. Juli sein Amt abgeben. Seit 7. August ist mit Leonid Sluzki der Nachfolger bekannt. Der 44-Jährige, der weiterhin auch den russischen Spitzenclub ZSKA Moskau coacht, soll nun den Umschwung herbeiführen.

Sluzki bremst allerdings vor seiner Premiere die Erwartungen. "Es ist ein neuer Trainer mit neuen Vorstellungen gekommen, wir hatten für die Anpassung nicht genug Zeit und wenig Zeit für die Feinarbeit", sagte Russlands Neo-Teamchef.

Ibrahimovic rechtzeitig fit

Kadermäßig gab es gegenüber seinem Vorgänger kaum Änderungen. Mit Aleksander Erochin (Ural Swerdlowsk Oblast) und Oleg Kuzmin (Rubin Kasan) stehen zwei potenzielle Debütanten im Aufgebot. Aufseiten der Schweden fällt der gesperrte Kim Källström aus. Dafür wurde Superstar Zlatan Ibrahimovic nach seiner Knieverletzung rechtzeitig fit. "Ich erwarte ein hartes, schwieriges Spiel, aber wir glauben an uns", meinte der Paris-St.-Germain-Stürmer.

Das 1:1 im Herbst in Solna, bei dem Aleksander Kokorin (10.) bzw. Ola Toivonen (49.) trafen, hatte Ibrahimovic noch verletzungsbedingt verpasst. Umso mehr fiebert er nun dem Duell mit den Russen entgegen. "Ich möchte Schweden zur EM in Frankreich führen", sprach der 33-Jährige Klartext. Ein Sieg in Moskau wäre da schon fast die ganze Miete, doch auch mit einem Remis und Vier-Punkte-Vorsprung könnten die Schweden sicher gut leben.

Die Russen haben in der laufenden Qualifikation auf sportlichem Weg nur gegen Liechtenstein (4:0) gewonnen. Am "Grünen Tisch" bekamen sie nach Zuschauerausschreitungen den 3:0-Erfolg gegen Montenegro gutgeschrieben. Zu Hause sind sie zwei Partien sieglos. Die Schweden sind demgegenüber im laufenden Bewerb noch unbesiegt und in EM-Qualifikationsspielen gar seit neun Partien sowie einer 1:2-Niederlage in Ungarn im September 2011 ohne Niederlage. (APA, 4.9.2015)


  • Schwedens Trainer Erik Hamren kann auf Zlatan Ibrahimovic zählen.
    foto: reuters/shemetov

    Schwedens Trainer Erik Hamren kann auf Zlatan Ibrahimovic zählen.

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