Budget-Hotels drängen auf den Wiener Markt

8. September 2015, 09:23
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Experten sehen noch viel Potenzial für "Budget"

Budget-Hotels boomen: Vor kurzem hat das Motel One beim Wiener Hauptbahnhof aufgesperrt. Es ist das vierte Hotel der Gruppe (der Betreiber, die Motel One Austria Gmbh, ist ein Joint-Venture zwischen Motel One Group und der österreichischen Verkehrsbüro Group) und gleichzeitig auch das bisher größte. 2017 wird beim Wiener Flughafen ein Moxy, die Budget-Linie von Marriott, aufsperren – weitere sollen folgen. Das Besondere: Ikea ist einer der Moxy-Investoren und hat auch gleich die Zimmer entworfen.

Gute Zimmer auf kleinem Raum

"Zehn bis 20 solcher Hotels" würden in den nächsten Jahren in Wien wohl noch eröffnet werden, sagt Martin Schaffer vom Beratungsunternehmen MRP Hotels. Das Potenzial sei groß, etwa in den Stadtentwicklungsgebieten, rund um Stadteinfahrten und entlang der Autobahnen.

Die Herausforderungen für diese Hotels: Sie müssen eine breite Zielgruppe ansprechen – von Geschäftsreisenden bis hin zu Urlaubern – und auf kleinem Raum gute Zimmer bieten.

Ein Lidl-Hotel für Wien?

Nicht nur Ikea traut sich übrigens ins Hotelgeschäft: In Hamburg plant die Discounterkette Lidl gerade eine neue Supermarktfiliale am Rande der Reeperbahn – und obendrauf ein 180-Zimmer-Hotel. Ein auch für Wien denkbares Konzept? "Wir sind grundsätzlich offen für neue Wege der Standortentwicklung", sagt der Pressesprecher. An "besonderen Standorten" sei auch eine Kooperation mit Hotels ein "denkbarer Weg". (zof, 5.9.2015)

  • Im Motel One am Hauptbahnhof kann man seit einigen Wochen nächtigen. Weitere Budget-Hotels werden in Wien noch folgen, sind sich Experten sicher.
    foto: motel one

    Im Motel One am Hauptbahnhof kann man seit einigen Wochen nächtigen. Weitere Budget-Hotels werden in Wien noch folgen, sind sich Experten sicher.

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