Pentagon setzt Forschung zu Biokampfstoffen vorläufig aus

4. September 2015, 12:23
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Nach Pannen sollen zunächst Sicherheitsmaßnahmen überprüft werden

Washington – Nach den entdeckten Schwachstellen im Umgang mit Biokampfstoffen in US-Labors hat das Pentagon alle entsprechenden Forschungsaktivitäten vorerst auf Eis gelegt. Die Maßnahmen blieben in Kraft, bis laufende Überprüfungen der Sicherheitsvorkehrungen in den Laboren abgeschlossen seien, teilte das US-Verteidigungsministerium am Donnerstag mit.

Verseuchung mit Anthrax

Zuvor waren in einem Forschungszentrum im US-Staat Utah eine Verseuchung mit dem Milzbranderreger Anthrax sowie in zwei anderen Einrichtungen eine unsachgemäße Dokumentation festgestellt worden. Das Pentagon versicherte, dass es keine Hinweise darauf gebe, dass Angestellte der Labore schädlichen Materialien ausgesetzt gewesen seien. Auch für die Öffentlichkeit habe keine Gefahr bestanden.

Aus der Einrichtung in Utah waren überdies versehentlich Proben mit lebenden Anthrax-Erregern in alle 50 US-Staaten sowie in neun ausländische Staaten zu Forschungszwecken verschickt worden. Das US-Verteidigungsministerium verhängte daraufhin bereits ein Moratorium für das Versenden von inaktivem Anthrax. (APA, 4.9.2015)

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