Schnellabschaltung in Schweizer AKW Mühleberg ausgelöst

3. September 2015, 15:33
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Problem beim Wiederanfahren des Kraftwerks – Kein Anstieg der Radioaktivität

Bern – Im Atomkraftwerk Mühleberg im Schweizer Kanton Bern ist es am Mittwochabend beim Wiederanfahren nach der Jahresrevision zu einer Reaktorschnellabschaltung gekommen. Dazu hatte eine Störung im Verhalten des Regelölsystems einer Turbogruppe geführt, berichtete die Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI. Nachdem die Störung behoben worden war, wurde das AKW am Donnerstag wieder angefahren.

Die Reaktorschnellabschaltung war am Mittwochabend um 20.40 Uhr ausgelöst worden. Die Anlage wurde gerade nach der jährlichen Revision wiederangefahren. Beim Anfahrprogramm müssten verschiedene Tests vorgenommen werden, etwa Schalthandlungen im Bereich der Turbinen, hieß es in der Mitteilung. In der Folge habe sich das Niveau im Schnellabschalt-Ablassbehälter erhöht. Nach Erreichen des Grenzwerts habe die Anlage mit einer Schnellabschaltung reagiert.

Das Ereignis wurde auf der internationalen Ereignisskala INES vorläufig der Stufe 0 zugeordnet. Diese Stufe gilt als "Ereignis ohne oder mit geringer sicherheitstechnischer Bedeutung". Die Messsonden in der Umgebung des AKW Mühleberg zeigten keinen Anstieg der Radioaktivität. (APA, 3.9.2015)

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