Verhärtete Fronten vor Arbeitsmarktgipfel

3. September 2015, 11:22
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Noch immer kein Termin für Gipfel gefunden – Leitl erteilt ÖGB-Forderung nach 1.700 Euro Mindestlohn Absage: Hebelt KV-Autonomie aus

Alpbach – Bei dem vor Monaten angekündigten Arbeitsmarktgipfel sind die Fronten zwischen den Sozialpartnern verhärtet. Der Gipfel wurde mehrmals verschoben, nun heißt es, dass er im September stattfinden soll, ein Termin wurde aber noch nicht gefunden. Sowohl AK-Präsident Rudolf Kaske als auch WKÖ-Chef Christoph Leitl verwiesen punkto Terminfindung auf die Regierung und meinten, man sei "in Gesprächen".

Die Bonus-Malus-Regelung, eine Forderung der Arbeitnehmervertreter zum Schutz älterer Beschäftigter, sei nicht vom Tisch. "Gar nichts ist vom Tisch", widersprach Kaske am Rande des Forum Alpbach zuletzt anderslautenden Spekulationen, wonach die Bonus-Malus-Regelung doch nicht kommen soll, stattdessen die bereits bestehende Auflösungsabgabe nach Alter gestaffelt werden soll. Damit wäre die Kündigung eines älteren Mitarbeiters teurer als die eines jüngeren.

Eine Absage kam heute jedenfalls bereits von WKÖ-Chef Leitl zur Forderung von ÖGB-Chef Erich Foglar nach einem Mindestlohn von 1.700 Euro brutto monatlich. "Davon halte ich nichts, das hebelt die KV-Autonomie aus", sagte Leitl bei einem Pressegespräch in Alpbach. Bei Lohnerhöhungen kassiere der Staat den Löwenanteil. (APA, 3.9.2015)

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