Sony Pictures einigt sich nach Hackerangriff mit Ex-Mitarbeitern

3. September 2015, 10:28
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Frühere Angestellte sahen ihre Daten nicht richtig geschützt

Neun Monate nach dem Hackerangriff hat sich die US-Produktionsfirma Sony Pictures eigenen Angaben zufolge gütlich mit mehreren früheren Mitarbeitern geeinigt, die dem Unternehmen mangelnden Schutz ihrer persönlichen Daten vorgeworfen hatten.

Beide Seiten hätten eine "Grundsatzeinigung" getroffen, die den Beschwerden der acht früheren Mitarbeiter ein Ende setze, hieß es in einem Dokument, das am Mittwoch bei einem Gericht in Los Angeles eingereicht wurde.

Gütlichen Einigung

Die acht früheren Mitarbeiter waren im Dezember mit einer Sammelklage gegen ihren früheren Arbeitgeber vor Gericht gezogen. Die Details der gütlichen Einigung, die nun noch vom Gericht abgesegnet werden muss, wurden nicht bekannt. Ein Sprecher von Sony Pictures wollte sich dazu nicht äußern.

Sony Pictures war im November von Hackern angegriffen worden, persönliche Daten von 47.000 aktuellen und früheren Mitarbeitern sowie von Dritten, darunter einige Stars, wurden veröffentlicht. Auch Informationen über die Konzernfinanzen, Drehbücher und mehrere bis dahin noch unveröffentlichte Filmproduktionen wurden verbreitet.

"The Interview"

Die Hacker forderten Sony Pictures auf, den Film "The Interview" nicht zu veröffentlichen. In dem Streifen geht es um ein fiktives CIA-Mordkomplott gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Die Produktionsfirma sagte den offiziellen Kinostart des Films daraufhin ab; der Film war stattdessen unter anderem im Internet zu sehen. Das Weiße Haus warf Nordkorea vor, hinter der Cyber-Attacke zu stehen.(APA, 3.9. 2015)

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