Biene Maja soll Honigverkauf ankurbeln

3. September 2015, 08:39
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Der Salzburger Abfüller Honigmayr sicherte sich die Rechte an der Nutzung der Zeichentrick-Biene

Tenneck – Österreichs größter Abfüller für Honig, die Firma Honigmayr mit Sitz in Tenneck im Salzburger Pongau, hat sich die Lizenzrechte für die Nutzung des Namens Biene Maja gesichert. Die fleißige Biene wird künftig exklusiv auf einer neuen Produktreihe des Unternehmens zu sehen sein. Honigmayr erwartet sich von dem Schritt ein deutliches Umsatzwachstum.

Der Deal gilt für den deutschsprachigen Raum und umfasst auch die Rechte an einigen Freunden Majas – etwa dem Faulen Willi, Grashüpfer Flip und Fräulein Kassandra. Honigmayr erwarb die Lizenzrechte vorerst für dreieinhalb Jahre. Die Maßnahme soll bei der Bildung einer starken Marke auf dem umkämpften Honigmarkt helfen. "Wir erwarten uns rund 1,5 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz im Jahr", sagte Geschäftsführer Halmut Gratschmaier am Donnerstag.

"Haben sofort zugeschlagen"

Der neue "Maja Honig" soll ab 15. September im österreichischen Handel und für die Gastronomie erhältlich sein, später folgen Deutschland und die Schweiz. "Wir haben die Rechte in den 90er-Jahren schon einmal für Honig im Beutel erworben. Die Verpackung wurde damals aber vom Konsumenten noch nicht angenommen. Da waren wir zu früh am Markt und haben darum die Lizenz wieder zurückgegeben", so Gratschmaier. Nun sei der Rechteinhaber – das belgische Studio 100 hat seit 2013 drei computeranimierte Staffeln der Serie produziert – von selbst auf Honigmayr zugekommen. "Wir haben da sofort zugeschlagen."

Das 1920 gegründete Familienunternehmen beschäftigt 25 Mitarbeiter und setzte im Vorjahr 10,4 Millionen Euro um. Jedes Jahr werden in Tenneck rund 2.500 bis 2.600 Tonnen Honig abgefüllt. Zehn bis 15 Prozent kommen aus Österreich, weitere 55 bis 60 Prozent aus Ungarn, Rumänien, Spanien, Italien, Mexiko und Guatemala. Rund 30 Prozent des Honigs stammen aus Kuba.

Nachfrage nach Honig steigt

Honigmayr kann pro Tag maximal 16 Tonnen Bienenhonig verarbeiten. Der Exportanteil betrug zuletzt 27 Prozent, soll aber noch im Lauf des Jahres auf 35 Prozent steigen. Größte Herausforderungen für die Branche sind laut Gratschmaier die hohen Einkaufspreise, die der Handel nur ungern an die Kunden weitergebe. "Die Rohstoffpreise sind in den vergangenen Jahren durch die Verknappung extrem gestiegen. In Österreich gibt es heuer zwar genug Waldhonig, aber sehr wenig Blütenhonig." Dabei wächst die Nachfrage: Laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen ist in Österreich gegenüber dem Vorjahr der Bedarf um 10,4 Prozent gestiegen. (APA, 3.9.2015)

  • Auch die Rechte am Faulen Willi hat sich Honigmayr gesichert.
    foto: orf-photographie

    Auch die Rechte am Faulen Willi hat sich Honigmayr gesichert.

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