"Bauer sucht Frau" auf ATV: Geblumte Brutalität

2. September 2015, 17:31
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Staffel 12 und die Suche nach Arbeitskraft und ein bisschen Liebe geht weiter

Die Suche via "Bauer sucht Frau" nach der Liebe fürs Leben plus Arbeitskraft umsonst in einem Paket geht weiter. Arabella Kiesbauer kraxelt Mittwochabend auf ATV im Kitschdirndl mit einer Buckelkraxe voller Briefe von Anwärterinnen und Anwärter bergauf. Letztere sind für die zwei Quotenbäuerinnen, die sich auch in der zwölften Staffel unter die Bauern mischen dürfen. Die Regel sind aber Männer des Berufsstands "Bauer", die Frauen des – nun ja – Geschlechts "Frau" suchen.

Mit der aktuellen Folge starten die sogenannten "Hofwochen", soll heißen: Wer von den Bauern und Bäuerinnen als geeignet eingestuft wird, muss erst einmal einen Probebesuch auf dem Hof absolvieren. "Fesch" und "liab" sind hierbei die häufigsten Anforderungen an die Kandidatinnen, nach denen die Bewerbungen sortiert werden. Doch trotz überbordenden floralen Dekors – sei es an Kiesbauer oder der besagten Buckelkraxe – zeigen die Bauern recht unverblümt, wenn das Foto nicht hält, was es verspricht.

Biobauer Thomas ist sichtlich enttäuscht, dass Renate irgendwie "gonz ondas" ausschaut. Überrascht ist auch Roman, allerdings positiv: In gekünstelter Bergbauernmanier fällt ihm doch tatsächlich der originelle Spruch mit dem Holz vor der Hütte ein.

Doch die schlecht gespielte Zünftigkeit ist nur das eine. Das andere sind schleppende wortkarge erste Annäherungen und schüchternes Herumgedruckse, das gern mit landlerischer Hemdsärmeligkeit für die Kamera überspielt wird. Wer dieses Getue von Anfang an nicht mitmacht, wie der sympathische Milchbauer Dietmar, wird mit wenigen Anwärterinnen gestraft und erhält nur ein paar Briefe. Was für eine Gaudi. (Beate Hausbichler, 2.9.2015)

  • Arabella Kiesbauer präsentiert die 12. Staffel von "Bauer sucht Frau".
    foto: atv

    Arabella Kiesbauer präsentiert die 12. Staffel von "Bauer sucht Frau".

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