Flüchtlinge: Der Fußball setzt Zeichen

2. September 2015, 13:27
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Die Wiener Austria lädt Flüchtlinge zum Training ein, Schalke 04 und das deutsche Weltmeisterteam senden Videobotschaften

Wien – Ein "deutliches Signal" angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation will Bundesligist Austria Wien setzen. Wie die Favoritner mitteilten, wird es ab sofort jeden Freitag um 15 Uhr ein organisiertes Training für Flüchtlinge in der Austria-Akademie mit Trainern der Austria geben.

"Das beweist, dass wir über unseren sportlichen Tellerrand hinausblicken und mehr sind als nur ein Fußballklub", sagte Austria-AG-Vorstand Markus Kraetschmer. Am Mittwoch absolvierten die Veilchen ab 18.30 Uhr zudem ein Benefizspiel beim Zweitligisten FAC, der Reinerlös kommt der Betreuung minderjähriger Flüchtlinge zugute.

In Deutschland bezieht wiederum Schalke 04 Position. Unter dem Motto "#stehtauf" setzen sich die einstigen Schalker Profis Gerald Asamoah und Hans Sarpei gemeinsam mit der Mannschaft, den Trainern und dem Vorstand für Menschlichkeit ein.

#stehtauf

#stehtauf#stehtaufwennihrschalkerseid#stehtaufwennihrmenschenseid

Posted by FC Schalke 04 on Dienstag, 1. September 2015

"Wir greifen Leute an, die nichts haben, die Hilfe suchen? Jeder kann sich mal hinsetzen und sich Gedanken machen. Und das verlange ich von den Leuten. Wir müssen aufstehen", sagt Asamoah in dem Videoclip, den der Verein am Dienstag verbreitete.

Die deutschen Weltmeister setzen ebenfalls ein Zeichen der Solidarität für die Flüchtlinge. In einem Video beziehen die Nationalspieler angeführt von Kapitän Bastian Schweinsteiger Position gegen Hass, Aggression und Gewalt sowie für ein weltoffenes Deutschland.

#DieMannschaft setzt ein Zeichen: für Weltoffenheit, für Toleranz, für Hilfsbereitschaft, für Respekt, für Fairplay.

Posted by DFB-Team (Die Mannschaft) on Mittwoch, 2. September 2015

In dem kurzen Spot präsentieren fünf Akteure zunächst einzeln Plakate: Schweinsteiger "für Hilfsbereitschaft", Jerome Boateng "für Respekt", Ilkay Gündogan "für Integration", Mesut Özil "für Weltoffenheit" und Toni Kroos "für Fairplay". Anschließend ist das Quintett gemeinsam zu sehen, auf den Tafeln steht nun: "Gegen Gewalt und Fremdenhass." (APA, red, 2.9.2015)

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