Hilfsmilliarden kommen nicht bei Menschen in Nepal an

2. September 2015, 12:31
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Staat hat auch vier Monate nach Erdbebenkatastrophe noch keine konkreten Pläne für Verwendung der Spenden

Kathmandu – Die Regierung in Nepal hat vier Monate nach der Erdbebenkatastrophe noch nichts von den Milliardenhilfen abgerufen. Der Staat habe noch keine konkreten Pläne für die Verwendung der zugesagten 4,1 Milliarden Dollar (3,65 Mrd. Euro) und habe auch noch nichts für den Wiederaufbau ausgegeben, sagte der Chef der neu eingerichteten Wiederaufbau-Behörde, Govind Raj Pokharel, am Mittwoch.

Der Grund seien Verzögerungen in der Verwaltung. Zudem habe die Regierung den Fehler gemacht, sich auf eine Verfassungsänderung zu konzentrieren statt auf den Wiederaufbau. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass fast drei Millionen Überlebende Unterkünfte, Nahrung und medizinische Versorgung brauchen. Viele von ihnen leben in nur schwer zugänglichen Himalaya-Regionen.

Kritik an Regierung

Bei den beiden Erdbeben im April und Mai sind fast 9.000 Menschen ums Leben gekommen. Auch vier Monate nach der bisher schwersten Katastrophe in der Geschichte des Landes liegt auch in der Hauptstadt Kathmandu noch der Schutt eingestürzter Häuser. Die Regierung in Nepal steht sowohl für die unzureichende Vorsorge als auch für Versäumnisse bei den Hilfsmaßnahmen in der Kritik. Die nächste große Herausforderung sei, die in Zelten untergebrachten Menschen für den Winter zu rüsten, sagte der UNO-Koordinator für Nepal, Jamie McGoldrick. (APA, 2.9.2015)

  • In Nepal ist die Zerstörung nach dem Beben überall sichtbar.
    foto: epa/narendra shrestha

    In Nepal ist die Zerstörung nach dem Beben überall sichtbar.

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