Lage auf Österreichs Bahnhöfen "sehr ruhig"

2. September 2015, 11:37
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Etwa 200 Menschen übernachteten am Wiener Westbahnhof und am Salzburger Hauptbahnhof

Wien – Die Lage auf Österreichs Bahnhöfen war am Mittwoch "sehr ruhig", sagte ÖBB-Pressesprecher Michael Braun. Die vergangene Nacht verbrachten etwa 200 Menschen am Wiener Westbahnhof und am Salzburger Hauptbahnhof. Sie wurden vom Roten Kreuz und der Caritas betreut.

Bis Mittwochvormittag kamen laut Caritas-Pressesprecher Martin Gantner 50 bis 60 Flüchtlinge am Westbahnhof an. Einige seien jedoch gleich in den Zügen sitzen geblieben und nach Deutschland weitergefahren. Die Hilfsorganisation betreute gemeinsam mit zahlreichen Freiwilligen Familien und junge Männer.

Freiwillige Helfer gesucht

Sachspenden wurden am Westbahnhof bereits seit Dienstag nicht mehr benötigt. Die Caritas hat die Koordination der Hilfsmaßnahmen übernommen. Am Mittwoch wurden freiwillige Helfer gesucht, Informationen dazu finden sich auf der Facebook-Seite "Wir helfen".

Die ÖBB rechneten am Mittwoch mit einem planmäßigen Zugverkehr zwischen Budapest und Wien. Täglich verkehren zwölf Züge, sechs davon fahren nach München weiter. Rund 100 zusätzliche ÖBB-Mitarbeiter waren im Einsatz. Den Bundesbahnen wurde zugesichert, dass Überfüllungen der Züge künftig schon am Abfahrtsbahnhof Budapest verhindert werden, sodass die Übernahme der Garnituren am Grenzbahnhof Hegyeshalom rasch und reibungslos ablaufen kann.

Seit Mittwoch können laut ÖBB an den Bahnhöfen Informationsdurchsagen auch in arabischer und syrischer Sprache durchgeschaltet werden. Die Bahn betonte, dass die Fahrgäste nicht nach ihrer Herkunft oder ihren Reisemotiven unterschieden werden. Entscheidend sei, dass die Sicherheit im Bahnbetrieb gewährleistet ist und die Passagiere gültige Fahrscheine haben. Für alle anderen Fragen seien hoheitliche Organe des Staates wie die Polizei zuständig. (APA, 2.9.2015)

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