"Mad Max": Durchwachsene Wertungen für "beeindruckenden, langweiligen" Autokrieg

Presseschau2. September 2015, 11:24
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Videospielumsetzung mit faszinierender Welt kann nicht alle Tester überzeugen

Mit der Neuverfilmung von "Mad Max: Fury Road" gelang Warner Bros. einer der bisher größten Kinoerfolge des Jahres. Mit dem lose angebundenen und dieser Tage für Windows, PS4 und Xbox One erschienenen Videospiel "Mad Max" versucht der Herausgeber das populäre Franchise nun auch Gamern schmackhaft zu machen.

Ein Versuch, der spielerisch viele Anleihen bei vorangegangenen Werken von Warner Bros. wie "Batman Arkham" und "Middle-earth: Shadow of Mordor" nimmt und von der Fachpresse mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird.

warner bros. de

Beeindruckende Apokalypse

"Mad Max" erzählt eine eigenständige Geschichte innerhalb des postapokalyptischen Universums. Nach dem Diebstahl seines Interceptors muss sich Max mit dem Mechaniker Chumbucket und anderen Charakteren arrangieren, um den perfekten Kampfwagen zu bauen – den "Magnum Opus" – und Rache an den Banditen nehmen zu können. Als offene Welt konzipiert, steht es Spielern frei, welche Missionen und Orte sie aufsuchen. Bei unberechenbarem Wetter gilt es Gegner in Autoduellen und Verfolgungsjagden sowie im Nahkampf und mit Waffeneinsatz auszuschalten.

"Mad Max' Welt ist schön, düster und faszinierend. Einige interessante Charaktere, beeindruckende Umgebungen und großartige Autokämpfe ziehen einen rein und treiben einen an, weiterzumachen", schreibt "Gamespot". "Aber sobald man aus dem Auto aussteigt, beginnt das Konstrukt zu zerfallen. Das Kampfsystem ist zu reduziert, um es genießen zu können, und repetitive Aktivitäten wie die Suche nach Scrap (Anm.: eine Spielwährung, die man für erfolgreiche Missionen und Kämpfe erhält) und Überfälle auf gegnerische Basen werden schnell langweilig."

madmaxgame

Persönliche Entscheidung

Einer der positivsten Aspekte sei die Umsetzung der Szenerie inklusive dramatischen Himmels und Wetters sowie weitläufiger Wüstenlandschaft. "Das Gefühl, ein Plünderer zu sein, kann überfordern, wenn der Fortschritt sich verlangsamt und einem nichts anderes übrigbleibt, als das Ödland nach Scraps abzugrasen", meint "Eurogamer". "Dies fügt sich allerdings sehr gut in die harsche Welt ein, genauso wie das kultige Gefühl eines Spiels, dessen raue Kanten einige Spieler verschrecken könnten. Viele werden bessere Genregames gespielt haben, doch Avalanche Studios setzen die Fiktion so gut um, dass es schwerfällt, sich nicht von dieser brutalen, wundervollen Welt faszinieren zu lassen."

Letztendlich liege es wohl an einem selbst, wie viel man dieser Art des Spiels abgewinnen könne. "Max' Abenteuer führt zwangsläufig zu einem Showdown. Doch nach dem Ende der Story fragt man sich, was bis dahin wirklich erreicht wurde", so "GameInformer". "Am Ende des Tages hat Max einige Basen übernommen, einige Hundert Autos von der Straße gedrängt, wenig erinnerungswürdige Charaktere getroffen und seine Faust in die sonnenverbrannte Haut von Widersachern versenkt. War das den Aufwand wert? Das hängt letztendlich davon ab, wie viel Spaß man daran hatte, diese einfachen, repetitiven Open-World-Aktivitäten zu absolvieren." (zw, 2.9.2015)

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