Asylwerber müssen wegen Unterrichtsbeginns Schulen verlassen

2. September 2015, 10:17
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In den meisten Bundesländern waren keine Asylwerber in Schulen untergebracht

Wien – Kurz vor Schulbeginn werden in jenen Bundesländern, die Asylwerber in Schulen untergebracht haben, die Einrichtungen geräumt. Pünktlich zum Unterrichtsstart sollen fast alle Internate bzw. Turnsäle etc. wieder den Schülern zur Verfügung stehen. Die meisten Länder haben auf eine Unterbringung in Schulen ohnehin verzichtet.

In Oberösterreich waren 697 Asylwerber in Schulen untergebracht, 157 in Internaten oder Studentenheimen. Sie werden nun in andere Quartiere umgesiedelt. Bis 4. September (Schulbeginn: 14. September) sollen nach Auskunft des Sozialressorts alle Schulen, Internate und Heime geräumt worden sein.

Vorarlberg und Salzburg

In Vorarlberg wird derzeit eine Schulturnhalle zur Unterbringung von Flüchtlingen genutzt – die Sporthalle der Mittelschule Markt in Hard (Bezirk Bregenz). Als Flüchtlingsquartier steht die Halle noch bis Ende September zur Verfügung, anschließend wird sie wieder von der Schule übernommen. Damit muss die Schule in den ersten beiden Unterrichtswochen auf die Turnhalle verzichten.

In Salzburg sind 460 Asylwerber in Schulinternaten betroffen. 160 sind bereits umgezogen, die übrigen erhalten demnächst eine neue Bleibe. Die Logistik und die Abwicklung der Überstellung der verbliebenen rund 300 Flüchtlinge übernahm das Rote Kreuz. Betreiber der neuen Quartiere sind Caritas, das Rote Kreuz und die Diakonie. (APA, 2.9.2015)

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