ÖVP hat derzeit gleich viele Mandatare wie SPÖ

1. September 2015, 12:38
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SPÖ-Abgeordneter Kuzdas scheidet aus – Neos und Team Stronach wechseln Plätze

Wien – Jetzt hat die ÖVP die SPÖ im Nationalrat tatsächlich eingeholt. Mit heutigem Tag verfügen beide Koalitionsfraktionen über 51 Abgeordnete. Freilich musste die ÖVP diesmal niemanden abwerben, sondern die SPÖ hat einen Abgeordneten verloren und nicht nachbesetzt.

Folgerichtig dürften sich die Kräfteverhältnisse bald wieder zugunsten der Sozialdemokraten verschieben. Voraussetzung dafür: Sie müssen sich einigen, wer das Mandat von Hubert Kuzdas übernimmt, der sich beruflich neu orientiert und darum nach neun Jahren fast ununterbrochener Tätigkeit als Mandatar den Nationalrat verlassen hat.

Fazekas wäre Nachfolger

Gemäß der Kandidatenliste käme der frühere Schwechater Bürgermeister Hannes Fazekas, dessen Karriere vom Multiversum-Skandal gebremst worden war, zurück ins Hohe Haus. Sollte er verzichten, könnte die SPÖ mit der nächst gereihten Elvira Schmidt ihre Frauenquote erhöhen.

Nötig hätte sie das in Niederösterreich durchaus. Von den (nach Kuzdas' Rückzug) verbliebenen neun niederösterreichischen SPÖ-Mandaten sind derzeit acht an Männer vergeben.

Team Stronach und Neos wechseln Plätze

Das Team Stronach wechselt unterdessen mit den Neos die Plätze im Nationalrat. Damit sitzen die Pinken nun neben der SPÖ, während das Team Stronach die Grünen als neue Nachbarn hat.

Das Team Stronach schrumpfte über den Sommer von elf au sechs Mandatare. Miteinander plaudern wird für die verbliebenen Abgeordneten schwieriger. Sie haben Plätze unmittelbar hintereinander und das erst ab Reihe zwei, "angeführt" wird diese Sitzgruppe vom Grünen Vize-Klubchef Werner Kogler.

Die abtrünnige Stronach-Mandatarin Jessi Lintl, die nunmehr als "wilde Abgeordnete" fungiert, hat einen Platz in der letzten Reihe zwischen SPÖ und NEOS gefunden. Die frühere Stronach-Klubchefin Kathrin Nachbaur darf im Klub der ÖVP einen Platz in Reihe fünf einnehmen. Alle übrigen Ex-Stronach-Abgeordneten sitzen in der letzten Reihe. (APA, 1.9.2015)

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