IWF-Chefin Lagarde: Weltwirtschaft schwächelt

1. September 2015, 10:31
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China, Russland, Brasilien: Die Schwellenländer schwächeln. Der IWF hält seine Juli-Prognose bereits für zu optimistisch

Jakarta – Die Weltwirtschaft wächst nach Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) in diesem Jahr langsamer als noch vor wenigen Wochen erwartet. "Wir gehen davon aus, dass das globale Wachstum moderat bleibt und voraussichtlich geringer ausfällt als im Juli prognostiziert", sagte IWF-Chefin Christina Lagarde am Dienstag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta. Damals hat der IWF ein Plus von 3,3 Prozent vorausgesagt. 2014 waren es 3,4 Prozent. Grund für die jetzt pessimistischere Einschätzung sei zum einen der langsamere Aufschwung in den Industriestaaten, zum anderen die Konjunkturabkühlung in vielen Schwellenländern, sagte Lagarde.

Zur Konjunkturabkühlung in China ergänzte sie, der Übergang zu einer marktbasierten Wirtschaft und der Abbau der in den vergangenen Jahren aufgebauten Risiken sei komplex und könnte auch "ein wenig holprig" verlaufen. "Die Behörden haben aber die politischen Werkzeuge und auch die finanziellen Puffer, um diesen Übergang zu bewerkstelligen." (APA, 1.9.2015)

  • Christine Lagarde ist wenig optimistisch, was die Weltwirtschaft anbelangt.
    foto: apa

    Christine Lagarde ist wenig optimistisch, was die Weltwirtschaft anbelangt.

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