Flüchtlingsdrama auf A4: Spur angeblich nach Deutschland

31. August 2015, 17:54
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Staatsanwaltschaft ermittelt laut "Spiegel Online" gegen Bulgaren

Nickelsdorf / Neusiedl am See / Eisenstadt – Zwei der fünf mutmaßlichen Schlepper, die nach der Flüchtlingstragödie auf der A4 in Ungarn festgenommen wurden, seien zuvor in Deutschland aufgefallen, berichtete am Montag "Spiegel Online". Einer von ihnen war demnach sogar zur Fahndung ausgeschrieben. Zuvor hatte es schon geheißen, dass zwei der Beschuldigten im Burgenland in das Visier der Polizei geraten seien.

Bei dem gefahndeten Mann handelt es sich dem Bericht zufolge um einen 29-jährigen Bulgaren. Auf ihn stießen die deutschen Sicherheitsbehörden laut "Spiegel Online" in den vergangenen Jahren mehrfach im Zusammenhang mit Straftaten, unter anderem auch Menschenschmuggel.

So soll der mutmaßliche Schlepper Ende Juli an Bord eines Transporters mit 38 überwiegend aus Afghanistan stammenden Flüchtlingen gewesen sein, der auf der A3 in Bayern angehalten wurde. Die beiden Fahrer liefen den Berichten zufolge davon. In dem Fahrzeug wurde laut dem Bericht eine ungarische Kurzzeitzulassung gefunden, die auf den 29-Jährigen ausgestellt war. Die Staatsanwaltschaft Deggendorf ermittele daher gegen ihn wegen gewerbsmäßigen Einschleusens, berichtete "Spiegel Online". Die Strafverfolgungsbehörde in Deggendorf war am Montag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Auch ein zweiter der nach der Flüchtlingstragödie festgenommenen Verdächtigen soll sich laut Informationen des Nachrichtenportals schon einmal in Deutschland aufgehalten haben. Die Daten des heute 28-jährigen Afghanen wurden demnach von der Bremer Polizei erfasst, weil er sich illegal in Deutschland aufhielt. (APA, 31.8.2015)

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