Chrissie Hynde erntete Empörung für Äußerungen über Vergewaltigungen

31. August 2015, 10:27
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Aussagen wie "Frauen manchmal selbst schuld" gerieten ins Kreuzfeuer der Kritik. Chefin von "Victim Support": Opfer sexueller Gewalt sollen sich nie verantwortlich fühlen

London – US-Rocksängerin Chrissie Hynde (63) hat für Äußerungen über Vergewaltigungsopfer Widerspruch und Empörung geerntet. Die Frontfrau der Band The Pretenders ("I'll Stand by You") sagte in einem Interview des britischen "Sunday Times Magazine", dass Frauen manchmal selbst schuld seien, wenn sie vergewaltigt würden.

"Wenn ich in Unterwäsche herumlaufe und betrunken bin, wessen Schuld kann es sonst sein?", meinte sie. Anlass der Bemerkung war eine Enthüllung in Hyndes neuer Autobiografie "Reckless", wonach sie vor Jahren von einer Motorradgang zu sexuellen Handlungen gezwungen wurde.

Ärger auf Twitter

"Wenn du keinen Vergewaltiger anlocken willst, dann trage keine hohen Absätze, mit denen du vor ihm nicht weglaufen kannst", sagte Hynde weiter. Daraufhin meldete sich Lucy Hastings, die Chefin der Organisation "Victim Support", zu Wort, die sich für Gewaltopfer einsetzt: "Opfer sexueller Gewalt sollten sich nie verantwortlich fühlen für die entsetzliche Tat, die sie erlitten haben", sagte sie laut BBC. Auf Twitter lösten Hyndes Äußerungen teils empörte Reaktionen aus. (APA, 31.8.2015)

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