Flughafen Klagenfurt: Haselsteiner macht Druck bei Privatisierung

30. August 2015, 12:36
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Deadline für Deal bis Mitte September – Bewertungsgutachten des Landes soll in wenigen Tagen vorliegen – Weitere Investoren gesucht

Klagenfurt – Unternehmer Hans Peter Haselsteiner, der mit einem Konsortium beim Klagenfurter Flughafen einsteigen will, hat es eilig. "Mitte September will ich alles unter Dach und Fach haben", sagte er in einem Interview mit der Tageszeitung "Kurier" (Sonntagsausgabe). Das Ergebnis eines Bewertungsgutachtens solle in wenigen Tagen vorliegen, dann werde man auch das Volumen der Kapitalerhöhung kennen.

Der Flughafen, derzeit im Eigentum von Land Kärnten und Stadt Klagenfurt, muss im Jahr 2016 seine Piste sanieren, sonst droht eine Stilllegung. Die erforderlichen 15 Mio. Euro an Investition dürfen aber nur zugeschossen werden, wenn die EU zustimmt. Ein beihilfenrechtliches Verfahren läuft. Laut Haselsteiner wäre diese Auflage mit dem Einstieg seines Konsortiums – bis zu 74 Prozent soll es halten – obsolet. "Ja, das hätte sich dann erledigt. Im Fall einer Unterschrift gäbe es keine Beihilfen", so der Unternehmer im Interview.

Fix als Investoren zugesagt haben laut Haselsteiner bisher der Waffenindustrielle Gaston Glock, der Präsident der Industriellenvereinigung, Christoph Kulterer, und Milliardärin Heidi Horten. Auch Ingrid Flick sei interessiert. Haselsteiner: " Ich hoffe, dass wir am Ende zehn, 15 Gesellschafter haben." Haselsteiner glaubt, dass ein kostendeckender Betrieb des Flughafens möglich sei. Eine Umbenennung des "Kärnten Airport" nach Umsetzung der geplanten Public-Private-Partnership sei nicht angedacht. (APA, 30.8.2015)

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