"Der Plan war ein anderer"

30. August 2015, 22:12
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Sturm – Salzburg

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Zuerst sind wir nach zwei Minuten in Rückstand geraten. Der Plan war natürlich ein anderer. Dann haben wir uns gefangen. Wir hatten zwei, drei gute Möglichkeiten und haben die leider nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit hat Salzburg wieder mit dem ersten Angriff getroffen. Die Tore sind aus Eigenfehlern resultiert. Es ist einfach schade, dass die Mannschaft nicht für ihre Spielweise belohnt wurde. Wir müssen weiterarbeiten, die Dinge abstellen und im nächsten Spiel besser machen."

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Der Sieg war sehr, sehr wichtig vor der Länderspielpause, nach dem, was wir alles am Donnerstagabend bei uns im Stadion erlebt haben. Wir konnten mit dem Sieg einen Mitfavoriten für die Meisterschaft überholen. Großes Kompliment an meine Mannschaft für die kämpferische, leidenschaftliche Leistung bei diesen Temperaturen. Heute hatten wir auch das Glück des Tüchtigen, ich denke aber der Sieg geht absolut in Ordnung und ist verdient."

Alexander Walke (Salzburg-Goalie): "Der Sieg war brutal wichtig. Wir hatten in den letzten Wochen weniger erfolgreiche Spiele. Wir haben gesehen, dass das keine spielerische Glanzleistung war. Wir freuen uns wahnsinnig, mit dem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause zu gehen."

WAC – Altach

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Wir haben wieder, wie schon in Mattersburg, die erste Hälfte komplett verschlafen. Ich wusste, dass es nach dem 0:1 schwer wird, aber es kann nicht sein, dass wir bis zur 60. Minute keine Angriffsaktion zustande bringen. Müdigkeit lasse ich als Ausrede nicht mehr gelten. Unser Zweikampfverhalten war vom Angriff bis zur Verteidigung zu wenig."

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Meine Mannschaft hat das sehr, sehr gut gemacht. Wir sind verdient in Führung gegangen und haben dann auch das zweite Tor nachgelegt. Am Ende ist es noch einmal ein wenig brenzlig geworden, aber es war eine gute Teamarbeit von allen, obwohl wir sehr viele Ausfälle zu verkraften hatten."

Admira – Austria

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Die erste Hälfte war die Admira die bessere Mannschaft. Wir kamen selten nach vorne und haben viel zu viel in die Breite gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir mehr investiert und mit dem berechtigten Elfmeter das Siegestor geschossen. Ich bin der Meinung, dass der Sieg aufgrund der zweiten nicht unverdient war. Wir waren heute effizienter. Robert (Almer, Anm.) ist nicht umsonst Teamtormann, er hat uns heute den Sieg festgehalten."

Ernst Baumeister (Admira-Cheftrainer): "Ein Punkt wäre für uns auf jeden Fall drinnen gewesen. Auch wenn die Austria mehr Ballbesitz gehabt hat, war das eine offene Partie. Wir haben unsere Möglichkeiten gehabt. Der Elfmeter für die Austria ging in Ordnung aber wir hätten zum Schluss auch einen bekommen müssen. Irgendwann musste die erste Niederlage kommen, aber das es heute passierte, ist bitter. Vor einer Woche gegen Altach wäre sie verdienter gewesen. Wenn Robert Almer die nächsten zwei Spiele auch so hält, sind wir sicher für Frankreich qualifiziert. Ich wäre zwar lieber als Zweiter in die Länderspielpause gegangen, aber auch mit Rang drei kann ich leben."

Rapid – Mattersburg

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Mattersburg ist der verdiente Sieger. Der Ausschluss hat uns natürlich überhaupt nicht in die Karten gespielt. Wir haben uns schwergetan, waren physisch und psychisch heute nicht bei 100 Prozent. Wir haben einfache Fehler gemacht, uns damit immer wieder selbst in die Bredouille gebracht. Wir sind auch als Team nicht geschlossen aufgetreten."

Angesprochen auf einen "schwarzen Samstag" (möglicher Beric-Abgang und Niederlage): "Heute ist alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir haben die Gunst der Stunde genutzt. Wir haben gut ins Spiel hineingefunden, haben mit viel Ruhe agiert. Begünstigt durch die Rote Karte haben wir uns natürlich leichter getan. Wie schwierig es mit einem Mann weniger ist, haben wir unlängst gegen die Austria spüren müssen. Wir haben aber clever und mutig nach vorne gespielt. Die Mannschaft hat sich heute selbst belohnt, indem sie alles umgesetzt hat, was wir uns vorgenommen hatten."

Grödig – Ried

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und haben Gott sie Dank gleich ein Tor erzielt. In dieser Phase haben wir aber vier bis fünf gute Chancen ausgelassen. Es ist ärgerlich, dass wir uns wieder ein Gegentor eingefangen haben. Nach der Pause haben wir dann um den Ausgleich gebettelt. Wir haben aber schon in der Kabine das Gefühl gehabt, die bessere Mannschaft zu sein. Sicher war ich mir aber erst nach dem 4:1. Wir haben uns durch die unnötigen Niederlagen zuletzt selbst aus der Form gebracht. Diesmal haben wir uns aber endlich einmal einen Vorsprung nicht wegnehmen lassen."

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Aufbruchsstimmung nach dem glücklichen Sieg gegen Sturm hat es nur bei den Fans gegeben. Wir haben heute zwei völlig verschiedene Mannschaften gesehen. Die Grödiger haben gut kombiniert, schnell gespielt und bis zum Schluss gekämpft. Auf der anderen Seite standen wir mit unseren großen Problemen. Das Resultat ist am Ende klar und verdient. Gratulation an den Gegner. Wir hatten nur den Willen, das war unser einziger Hoffnungsschimmer. Im Endeffekt bin ich froh, dass wir nicht noch das eine oder andere Tor kassiert haben. Beim 3:1 habe ich schon gewusst, dass wir das Spiel nicht mehr hoch gewinnen werden. Wenn meine Spieler in der Abwehr solche Fehler begehen brodelt es in mir. Ich habe die ersten Trainingseinheiten bewusst schärfer und direkter im Ton gehalten , aber der Fortschritt kann nicht von heute auf morgen passieren. Viele haben nicht wahrhaben wollen, dass ich kein Messias bin und dass der Wunderwuzzi nicht wirkt."

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