Vor Tanz für König von Swasiland: 38 Mädchen starben bei Unfall

29. August 2015, 18:52
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Waren auf Ladefläche eines Lasters auf dem Weg zum Königspalast

Mbabane/Johannesburg – Kurz vor einer Tanzaufführung für den König sind in Swasiland einer Menschenrechtsgruppe zufolge 38 Mädchen und junge Frauen ums Leben gekommen. Sie waren am Freitagabend auf der Ladefläche eines Lasters auf dem Weg zum Königspalast, als es zu einem Auffahrunfall kam. Das Solidaritätsnetzwerk Swasiland teilte am Samstag mit, 20 Mädchen seien zudem teils schwer verletzt worden.

Letzte absolute Monarchie Afrikas

Die Gruppe berichtet aus dem Nachbarland Südafrika über das kleine Swasiland – die letzte absolute Monarchie Afrikas. Die Presse wird in Swasiland zensiert, insbesondere bei Berichten, die auch das Königshaus betreffen. Die nicht staatlich kontrollierte Zeitung "Times of Swaziland" berichtete über den Unfall, sprach aber von nur sieben Todesopfern. Von der Regierung kontrollierte Zeitungen berichteten, die Hauptstraße zwischen Mbabane und Manzini sei am Unfallort rot vor Blut gewesen, nannten jedoch keine Opferzahlen.

Barbusige Tänze vor dem König

Bei dem jährlichen Umhlanga-Tanz (Schilfrohr-Tanz) bereiten sich Tausende Jungfrauen aus dem Königreich im südlichen Afrika eine Woche vor, um in knappen traditionellen Kostümen barbusig vor dem König aufzutreten. Der Tanz soll am Montag stattfinden. Die Teilnehmerinnen sind typischerweise zwischen acht und 22 Jahre alt. Die verunglückten jungen Frauen waren Berichten örtlicher Medien zufolge am Freitag der Tradition gemäß in der Region Schilfrohr schneiden. Das Schilfrohr wird dann zur Stärkung des Windschutzes um den Königspalast genutzt.

König soll eine Tänzerin zur Frau nehmen

Es wird erwartet, dass der polygame Monarch Mswati III. am Montag eine der Tänzerinnen zur Frau nehmen wird. Bisher hat der 47-Jährige mindestens 13 Frauen, andere Quellen sprechen von 15 Frauen. Der König ist für einen verschwenderischen Lebensstil bekannt, zwei Drittel der 1,4 Millionen Einwohner des Staates zwischen Südafrika mit Mosambik gelten laut Weltbank jedoch als arm.

In der südafrikanischen Provinz Ostkap kamen unterdessen mindestens 34 Menschen bei zwei Verkehrsunfällen ums Leben. 25 Menschen starben, als ein Busfahrer zwischen Butterworth und Willowvale die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, wie die örtliche Nachrichtenagentur News24 berichtete. Neun Menschen kamen ums Leben, nachdem ein Minibus zwischen Cradock und Graaff Reinet ins Schleudern gekommen war. (APA, 29.8.2015)

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