Austria schlägt Admira im Duell um Platz zwei

29. August 2015, 17:55
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Veilchen fügen Gegner in der Südstadt erste Saisonniederlage zu – Elfergoldschütze Alexander Gorgon bleibt dem Verein erhalten

Maria Enzersdorf – Die Admira hat in der siebenten Runde der Bundesliga zum ersten Mal eine Niederlage hinnehmen müssen. Beim 0:1 (0:0) gegen die Wiener Austria hatte das Team von Cheftrainer Ernst Baumeister zwar die besseren Chancen, aber Alexander Gorgon – der laut eigener Aussage bei der Austria bleiben wird – avancierte mit seinem siebenten Saisontor zum Matchwinner einer wahren Hitzeschlacht.

Die Wiener traten von Beginn an dominant auf, erspielten aber wenige konkrete Torchancen, weil die Admira die Räume sehr eng machte. Gefährlich wurde es daher zunächst am ehesten nach Standardsituationen, aber weder Vanche Sikov, noch Gorgon konnten die Vorlagen von Raphael Holzhauser im Tor unterbringen.

Die Gastgeber trauten sich erst nach einer Trinkpause mehr zu und übernahmen in weiterer Folge zunehmend das Kommando. Thomas Ebner vergab die erste echte Chance der Niederösterreicher. Nach einem langen Pass von Christoph Schößwendter schoss Ebner den Ball aus spitzem Winkel am langen Eck vorbei (26.).

Almer bewährt sich

Schößwendter war es auch, der Robert Almer mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern prüfte. Der Team-Tormann konnte den Ball aber zur Seite parieren (35.) Nach einem Freistoß verpasste der Admira-Kapitän das Leder an der 5-Meter-Linie nur knapp und vergab damit die letzte gute Möglichkeit zur Führung vor der Pause.

Nach Seitenwechsel war es erneut die Austria, die erste Akzente setzen konnte. Nach einer Flanke von Christoph Martschinko köpfelte Alexander Grünwald den Ball knapp über das Tor von Jörg Siebenhandl (49.). Flügelflitzer Olarenwaju Kayode tankte sich kurz darauf entlang der Torauslinie in den Strafraum und schaufelte den Ball aus spitzem Winkel weit über das Tor (56.).

Für die Führung benötigte die Austria allerdings einen Elfmeter. Gorgon verwandelte sicher, nachdem der eingewechselte Florian Neuhold Kevin Friesenbichler gefoult hatte (61.). In weiterer Folge beruhigte sich das Geschehen etwas. Bei hohen Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius beschränkte sich die Austria auf das Nötigste. Chancen für die Admira wurden Mangelware.

Zwierschitz!

Erst in einer hektischen Schlussphase warf die Admira noch einmal alles nach vorne und versuchte vergeblich die erste Saisonniederlage abzuwenden. Die größte Chance hierfür fand Stephan Zwierschitz in der ersten Minute der Nachspielzeit vor, als er völlig frei stehend aus fünf Metern zum Kopfball kam, aber erneut an Almer scheiterte.

Mit dem Auswärtssieg überholte die Austria die punktegleicher Admira dank der besseren Tordifferenz und ist nun erster Verfolger des Tabellenführers Rapid. Die Admira hingegen scheiterte dieses Mal an der fehlenden Effizienz.

Fragen zur Personalsituation

Austrias Sportdirektor Franz Wohlfahrt äußerte sich nach dem Sieg im Gespräch mit Sky zu möglichen Transfers: "Im Moment sind die Fakten, dass Grünwald und Gorgon hier bleiben." Ismael Tajouri könnte indes für ein weiteres Jahr nach Altach verliehen werden: "Wir suchen eine Lösung für seine Situation, die für ihn nicht befriedigend ist."(APA, 29.8.2015)

FC Admira Wacker Mödling – FK Austria Wien 0:1 (0:0)
Maria Enzersdorf, BSFZ-Arena. 5.278 Zuschauer, SR Jäger.

Tor: 0:1 (61.) Gorgon (Foulelfmeter)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Schößwendter (51. Neuhold), Zwierschitz, Wessely – Lackner – Sax, Blutsch, Malicsek (66. Schicker), Bajrami – Starkl (81. Grozurek)

Austria: Almer – De Paula, Windbichler, Sikov, Martschinko – Vukojevic, Holzhauser – Gorgon (78. Kehat), Grünwald, Kayode (86. Serbest) – Friesenbichler (71. Zulechner)

Gelbe Karten: Sax, Bajrami, Ebner, Neuhold, Schicker bzw. Sikov, Martschinko

  • Noch da und zur Stelle: Alexander Gorgon und Alexander Gründwald.
    foto: apa/pucher

    Noch da und zur Stelle: Alexander Gorgon und Alexander Gründwald.

  • Die Neongelben verabschieden sich bei den Fans.
    foto: apa/pucher

    Die Neongelben verabschieden sich bei den Fans.

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