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Der iranische Außenminister Mohammed Javad Zarif spricht von "unendlichen Vorteilen und Vorzügen" der sozialen Netzwerke.

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Teheran/Menlo Park/San Francisco – Das Verbot von sozialen Netzwerken im Iran schadet dem Land nach Einschätzung von Außenminister Mohammad Javad Zarif. Die Netzwerke wie Facebook und Twitter könnten der Welt das Potenzial des Landes zeigen und gleichzeitig eine Iran-Phobie verhindern.

"Wenn wir uns nur auf die negativen Seiten dieser Netzwerke fokussieren, versäumen wir auch ihre unendlichen Vorteile und Vorzüge", sagte Zarif nach Angaben der Nachrichtenagentur Mehr am Freitag.

VPN-Zugänge

Mehr als 20 Millionen Iraner sind trotz Verbots Mitglied bei Facebook und Twitter. Um die technische Blockade auszuhebeln, nutzen die Anwender beim Zugang Datentunnel (VPN), die sie entweder überall kaufen oder auch umsonst herunterladen können. Auch die Regierung scheint das gesetzliche Verbot nicht sehr ernst zu nehmen. Fast alle Kabinettsmitglieder des Landes nutzen beide Netzwerke – auch Präsident Hassan Rohani.

Da auch fast alle iranischen Nachrichtenagenturen in diesen Netzwerken aktiv sind, versucht die iranische Regierung diese inzwischen als absurd empfundene Blockade aufzuheben, bisher jedoch ohne Erfolg. Der einflussreiche Klerus bezeichnet Facebook und Twitter weiterhin als Spionageapparat der USA und wertet eine Mitgliedschaft von Iranern als Sünde. (APA, 28.8.2015)