Kinderuni: Wie in Zukunft operiert wird

1. September 2015, 07:00
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Bei vielen Operationen sind keine großen Schnitte mehr nötig. Organe können mit kleinen Geräten erreicht werden, wie die Kinderuni zeigt

Frage: Brauchen Ärzte zum Operieren immer ein Skalpell?

Antwort: In den letzten Jahren wurden ausgeklügelte Methoden entwickelt, mit deren Hilfe es nicht mehr nötig ist, einen Patienten mit einem klassischen Skalpell "aufzuschneiden". Eine davon wird "Schlüssellochtechnik" genannt. Bei dieser kann die Chirurgin oder der Chirurg bestimmte Organe im Bauch, zum Beispiel die Galle oder den Darm, durch ein klitzekleines Loch erreichen.

Frage: Wie funktioniert das?

Antwort: Bei einer solchen Operation werden mit feinen Stichen winzige Geräte in den Körper eingeführt: kleine Scheren und Klemmen, die der Arzt zum Operieren braucht. An ihnen ist eine Miniaturkamera mit einem Licht befestigt. Sie filmt das Innere des Bauchs und zeigt es dem Arzt auf einem Bildschirm an.

Frage: Ist die Methode besser für Patienten?

Antwort: Patienten klagen nach der Operation seltener über Schmerzen. Sie erholen sich auch schneller vom Eingriff und können schon nach kurzer Zeit wieder nach Hause gehen. Außerdem bleiben ihnen nur kleine, fast unsichtbare Narben. Ein Nachteil der Schlüssellochmethode ist aber, dass der Chirurg nicht auf seine Hände blicken kann, während er die Instrumente im Körper des Patienten bewegt, weil er den Bildschirm beobachtet.

Dadurch, dass Ärzte seit Jahren Operationen dieser Art durchführen, haben sie aber schon Erfahrung damit.

Frage: Wie werden Ärzte in Zukunft operieren?

Antwort: Die Instrumente für die Schlüssellochoperation werden immer kleiner und ausgeklügelter. In Zukunft könnten Chirurgen beim Operieren durch das Loch vielleicht sogar eine 3-D-Brille aufhaben (so wie du sie aus dem Kino kennst), mit der sie am Bildschirm das Innere des Patienten noch viel genauer vor sich sehen. (Lisa Breit, 1.9.2015)

Die STANDARD-Kinderuni findet in Kooperation mit Ö1 statt.

  • Ärzte benötigen zu vielen Operationen kein klassisches Skalpell mehr. Sie verwenden winzigkleine Scheren und Klemmen, um die Organe im Körper des Patienten zu verarzten.
Im Bild: Ein Mädchen behandelt gemeinsam mit einer Medizin-Studentin einen Teddy.

    Ärzte benötigen zu vielen Operationen kein klassisches Skalpell mehr. Sie verwenden winzigkleine Scheren und Klemmen, um die Organe im Körper des Patienten zu verarzten.

    Im Bild: Ein Mädchen behandelt gemeinsam mit einer Medizin-Studentin einen Teddy.

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    foto: der standard
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