IS-Rekrutierer bei Drohnenangriff getötet

28. August 2015, 21:30
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Jounaid Hussain soll Mitglied einer Gruppe namens Cyberkalifat gewesen sein

Washington – Das US-Verteidigungsministerium hat den Tod eines auf die Rekrutierung von westlichen Kämpfern spezialisierten Mitglieds der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bestätigt. Der Brite Junaid Hussain sei am Montag bei einem US-Angriff auf Raqqa getötet worden, sagte der Sprecher des US-Militärkommandos Centcom, Patrick Ryder, am Freitag.

Hussain habe gezielt IS-Sympathisanten in westlichen Staaten für "Angriffe im 'einsamer Wolf'-Stil" angeworben. Zudem sei der IS-Kämpfer verantwortlich für die Veröffentlichung der persönlichen Daten von 1300 US-Militärs und -Regierungsangestellten, sagte Ryder. Mit Hussains Tod sei "ein wichtiger Verantwortlicher" des IS ausgeschaltet.

Dem Sprecher zufolge richtete sich der US-Angriff auf Raqqa am Montag gezielt gegen Hussain. Es habe dabei keine weiteren Opfer gegeben. Ein US-Regierungsvertreter hatte Hussains mutmaßlichen Tod bereits am Donnerstag mitgeteilt, eine offizielle Bestätigung fehlte jedoch noch.

Der in Großbritannien geborene Hussain soll Mitglied einer Gruppe namens Cyberkalifat gewesen sein. Michael McCaul, Vorsitzender des Heimatschutzausschusses im US-Repräsentantenhaus, bestätigte die Angaben und sprach von einem "schweren Schlag für den IS". Hussain wurde für zahlreiche Hackerangriffe auf US-Server verantwortlich gemacht.

Nach Angaben britischer Medien soll er zudem im Jahr 2012 auch Konten des früheren Premierministers Tony Blair geknackt und dessen Kontaktdaten veröffentlicht haben. (APA, 27.8.2015)

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