BMW 640d Coupé: Die Liebe der Kühe

3. September 2015, 11:29
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Es wurde vor Begeisterung gemuht, als das 6er-Coupé die Alm erklomm und sich unter das Weidevieh mischte. Die dezenten Neuerungen des 640d wurden mit großen Kuhaugen begutachtet, aber kaum wahrgenommen.
Es bleibt die tierische Liebe.

Vorn liegt Vordersee, hinten im Tal liegt Hintersee, und dazwischen liegt der See, der Hintersee heißt. Wir befinden uns in Salzburg, in der Nähe von Hof und Fuschl, also eher die bessere Wohngegend, Red Bull ist auch hier, aber wir wollen auf die Alm rauf und bewegen uns in einem 6er-BMW-Coupé fort, dem neuen. Weil Alm: x-Drive, also Allradantrieb. Zugegeben, um auf die Genneralm zu gelangen, gibt es tauglichere Fahrzeuge, aber wer die Eleganz in die Berge tragen und den Kühen und Pferden dort schmeicheln will, der ist mit dem 6er-BMW goldrichtig bedient, und immerhin trägt der Allradantrieb maßgeblich dazu bei, dass wir ungefährdet und flott auf die Alm kommen, die Forststraße ist leidlich gestaltet, ein wenig mehr Bodenfreiheit wäre hilfreich gewesen, aber es ging auch so, kein Schaden am Fahrzeug oder der Natur.

Und die Kühe auf der Alm haben schön geschaut. Die Pferde und die Ziegen auch. Das Blau des Wagens hat sich wunderbar in die Natur eingefügt, da wurde geblökt, gewiehert und gemuht, dass es eine Freude war.

Anschmiegschaden

Letztendlich mussten wir den BMW in Sicherheit bringen, denn ausgerechnet die Kühe, die sich sonst nicht so um den Sozialkontakt kümmern, umwarben ihn und schmiegten sich an ihn, da bestand ernsthaft die Gefahr, dass sich eine liebestolle Kuh so herzhaft anpirscht, dass der 6er Schaden nimmt.

Jedenfalls haben die Kühe das Facelift des neuen 6er kaum wahrgenommen, es liegt in winzigen Details verborgen, aber sonst war offenbar nicht viel zu verbessern, die Änderungen an Front- und Heckschürze fallen nur Insidern auf. Das Coupé ist sportlich und elegant geblieben, die von uns gewählte Motorisierung, der Sechszylinder-Diesel, wird sich bei BMW-Kunden auch weiterhin größter Beliebtheit erfreuen.

Ein Fall für zwei

313 PS stehen zur Verfügung, wahlweise ist auch der Allradantrieb zu bekommen. Das Achtganggetriebe fügt sich herrlich ein und passt sich den jeweiligen Herausforderungen an, ob sportlich ambitioniert oder besonders gelassen gemütlich.

Den 6er gibt es weiterhin als Coupé, als Cabrio sowie als Gran Coupé (also mit vier Türen). Am besten verreist man zu zweit, da kommt man dann auch mit dem Platz im Kofferraum gut aus; wenn man ein wenig schlichtet, passt dort erstaunlich viel hinein. Der Wanderschuh für die Alm oder der elegante Schuh für die Oper, vorfahren kann man da wie dort. (Michael Völker, 03.09.2015)

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Hinweis im Sinne der redaktionellen Leitlinien: Die Teilnahme an internationalen Fahrzeug- und Technikpräsentationen erfolgt großteils auf Basis von Einladungen seitens der Automobilimporteure oder Hersteller. Diese stellen auch die hier zur Besprechung kommenden Testfahrzeuge zur Verfügung.

  • Ein erstes, scheues Herantasten  an den 6er, dann kannte die Zuneigung der Kühe keine Grenzen mehr.
    foto: michael völker

    Ein erstes, scheues Herantasten an den 6er, dann kannte die Zuneigung der Kühe keine Grenzen mehr.

  • Artikelbild
    foto: michael völker
  • Das Coupé ist betont sportlich, das pralle Blau ist prinzipiell eine gute Farbe für einen schlanken 6er.
    foto: michael völker

    Das Coupé ist betont sportlich, das pralle Blau ist prinzipiell eine gute Farbe für einen schlanken 6er.

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