Slowenische Telekom sucht Partner für Privatisierung in Serbien

27. August 2015, 15:30
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Medien: Telekom Austria möglicher Partner bei Übernahme der Telekom Srbija

Die staatliche slowenische Telekom Slowenien fokussiert sich nach der gescheiterten Privatisierung auf ihre eigene Expansion. Die Slowenen haben für die zur Privatisierung anstehende Telekom Srbija mitgeboten und suchen nun einen Partner, um sich gemeinsam für den Mehrheitsanteil zu bewerben. Als möglicher Partner wird laut slowenischen Medienberichten die Telekom Austria gehandelt.

"Interesse an einer Kooperation mit der Telekom Slovenije bei der Privatisierung von Telekom Srbija besteht bei verschiedenen privaten Interessenten", sagte Telekom-Chef Rudolf Skobe laut Nachrichtenagentur STA am Donnerstag. Gespräche würden bereits geführt. Wer die Interessenten sind, enthüllte er allerdings nicht.

Als möglicher Partner wird laut STA seit einiger Zeit die Telekom Austria gehandelt. Die Gerüchte wurden zusätzlich gestärkt, nachdem die österreichische Telekom selbst kein Offert für die Telekom Srbija legte.

"Letzte Chance"

Der Erwerb der Telekom Srbija sei "eine der letzten Chancen" für eine regionale Konsolidierung, sagte Skobe. Die Übernahme der Mehrheit an der Telekom Srbija wäre für die slowenische Telekom finanziell ein zu großer Brocken, räumte der Slowene ein. Daher suche man nach einem privaten Partner. Der Wert des Mehrheitsanteils an der serbischen Telekom wird in den Medien auf 1 Mrd. Euro beziffert.

Die sowenische Telekom, die im August ein unverbindliches Offert gelegt hat, wurde in Serbien laut Skobe in die zweite Privatisierungsrunde eingeladen. Man erwäge ernsthaft, im November auch ein verbindliches Angebot einzureichen, betonte Skobe.

Inoffiziell sollen insgesamt neun Bieter Interesse an der serbischen Telekom bekundet haben – neben der Telekom Slovenije auch die Deutsche Telekom, die russische MTS, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) sowie die Investmentfonds Advent International, Apollo, CVC Capital Partners, Mid Europa Partners und Novator Partners. (APA, 27.8.2015)

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