"Spannendes Halbjahr" für Immo-Entwickler UBM

27. August 2015, 13:44
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Developer hat ein 700 Millionen Euro schweres Immobilienpaket im Angebot

Ein "spannendes Halbjahr" sei es gewesen, sagte Karl Bier, CEO des börsenotierten Immobilienentwicklers UBM Development AG, nicht nur angesichts der Halbjahreszahlen, die er am Donnerstag präsentierte. Er meinte damit auch die Verschmelzung mit der Porr-Immobiliensparte Piag, die im Februar vollzogen wurde.

Denn mit diesem Merger wurde nicht nur das Eigenkapital erhöht und die Marktpräsenz in Deutschland und Österreich verbessert, es habe zusätzlich auch eine "menschliche Komponente" gegeben, der Rechnung getragen werden musste. Im April wurden die Wiener Mitarbeiter daher an einem Standort zusammengezogen.

Auch mit den Zahlen zeigte sich Bier zufrieden: Gegenüber dem Vorjahreshalbjahr stieg der Umsatz 2015 um rund ein Viertel auf 109,8 Millionen Euro. Die Gesamtleistung, also die Erlöse aus Immobilienverkäufen, Miet- oder Hotelbetriebseinnahmen sowie noch nicht abgerechnete Bauleistungen, Lieferungen oder Leistungen an Dritte, stieg, verglichen mit dem ersten Halbjahr des Vorjahres, um 11,7 Prozent auf 205,9 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) kletterte von 14,5 auf 22,6 Millionen Euro. Nach Steuern und Abgaben erhöhte sich der Gewinn um fast ein Viertel von 6,8 auf 8,4 Millionen Euro.

Seit Jahresbeginn wird das Immobilienvermögen aufgrund der starken Investmentnachfrage verstärkt abgebaut: "Im Juli haben wir fast jede Woche eine Transaktion unterzeichnet", so Bier, darunter das Hotel andel's Berlin, ein Radisson Blu Hotel in Breslau und das Bürohaus Arena Boulevard in München. Für das Gesamtjahr rechnet er mit einem Anhalten der positiven Entwicklung auf den Immobilienmärkten: "Wir werden das Ergebnis 2014 deutlich übertreffen."

18 Projekte in vier Ländern

Das Gesamtportfolio des Immobilienentwicklers beläuft sich derzeit auf 1,19 Milliarden Euro, wobei das Hauptaugenmerk auf Österreich, Deutschland und Polen liegt.

Wie berichtet, ist für das zweite Halbjahr ein Portfolioverkauf geplant: 18 Projekte, zwei davon noch in Entwicklung, in vier Ländern und zwei Assetklassen (Hotel- und Büroimmobilien) sollen abverkauft werden. Ob sich das vor Jahresende noch realisieren lasse, konnte Bier aber nicht sagen, weil nötige Prüfungen zeitaufwändig seien. Derzeit würden zwei Bieter exklusiv das Portfolio unter die Lupe nehmen. Die Nachfrage sei gut, der Markt allgemein nach Immobilien "hungrig".

Fonds kaufen früher

Besonders die Griechenlandkrise, aber auch die Finanzkrise in China würden dazu beitragen. Fonds würden immer früher kaufen und teilweise auch bei Projekten zuschlagen, die noch vor Fertigstellung oder gar erst vor Baubeginn stehen.

Wichtige Projekte für das zweite Halbjahr seien eine Büroimmobilie in Breslau, zwei Hochhäuser am Laaerberg, das Quartier Belvedere Central am neuen Wiener Hauptbahnhof sowie Eigentumswohnungen in Hietzing, München, Frankfurt und Berlin. (zof, 27.8.2015)

  • Vor kurzem verkaufte die UBM das Innsbrucker Hotel Ramada Tivoli an die Immo Kapitalanlage AG.
    foto: ubm development ag

    Vor kurzem verkaufte die UBM das Innsbrucker Hotel Ramada Tivoli an die Immo Kapitalanlage AG.

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