US-Bürgerrechtlerin Amelia Boynton Robinson gestorben

27. August 2015, 09:40
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Die Weggefährtin Martin Luther Kings erlag einem Schlaganfall

Washington – Die US-Bürgerrechtlerin und Weggefährtin Martin Luther Kings, Amelia Boynton Robinson, ist tot. Sie starb am Mittwoch im Alter von 104 Jahren in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama an den Folgen eines Schlaganfalls, wie US-Medien berichteten.

Boynton Robinson war die erste schwarze Amerikanerin, die sich um ein Mandat für den US-Kongress bewarb, scheiterte aber 1964 bei den Vorwahlen der Demokraten. Sie wurde am "Blutsonntag" 1965 schwer verletzt, als Polizisten versuchten, afroamerikanische Wahlrechtsdemonstranten mit Gewalt am Überqueren der Edmund-Pettus-Brücke in Selma zu hindern.

Erneut Popularität erlangte Boynton Robinson durch den Film "Selma" (2014), der die Märsche von Selma nach Montgomery im Jahr 1965 dokumentierte, die zur Verabschiedung des Wahlrechtsgesetzes führten. Sie gelten als Höhepunkt der Bürgerrechtsbewegung. Bei Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Selma-Marsches im März war Präsident Barack Obama neben der "Matriarchin der Wahlrechtsbewegung" auf der Edmund-Pettus-Brücke zu sehen. (APA, 27.8.2015)

  • US-Präsident Barack Obama neben Amelia Boynton Robinson (Mitte) am 50. Jahrestag des Selma-Marsches im März.
    foto: ap photo/jacquelyn martin

    US-Präsident Barack Obama neben Amelia Boynton Robinson (Mitte) am 50. Jahrestag des Selma-Marsches im März.

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