EVN-Konzernergebnis dreht ins Plus

27. August 2015, 08:41
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Nach einem Verlust in den ersten drei Quartalen 2013/14 steht nun unterm Strich wieder ein Gewinn von 187 Millionen Euro

Wien/Maria Enzersdorf – Der niederösterreichische Energieversorger EVN hat nach einem Verlust von 44,7 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2013/14 nun wieder einen Gewinn gemacht. Das Konzernergebnis drehte in den ersten drei Quartalen 2014/15 auf plus 187,1 Mio. Euro. Operativ (EBIT) verbesserte sich das Ergebnis ebenfalls deutlich von minus 23,0 auf plus 286,5 Mio. Euro, gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.

Das EBITDA stieg in den ersten drei Quartalen um 38,8 Prozent auf 497,2 Mio. Euro. Auch beim Umsatz erzielte der Energieversorger dank des erstmaligen Vollbetriebs des Kraftwerks Duisburg-Walsum, der Erdgasvermarktungsaktivitäten im Konzern, den letzten Preisentscheiden in Bulgarien und Mazedonien sowie des Wegfalls der negativen Einmaleffekte im Zusammenhang mit regulatorischen Entscheidungen in Südosteuropa aus dem Vorjahr Zuwächse um 11,3 Prozent auf 1.664,1 Mio. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwartet das Management weiterhin ein Konzernergebnis über dem Niveau des Jahres 2012/13. Für heimische Privatkunden sinken die Preise für Strom und Erdgas per 1. Oktober um durchschnittlich 5 Prozent gesenkt.

Weniger Strom- und Gasverkauf an Endkunden

Der Stromverkauf an Endkunden verringerte sich bei der EVN in den ersten drei Geschäftsquartalen 2014/15 (per 30.6.) um 1,2 Prozent auf 14.802 GWh. Gas wurde an Endkunden mit 4.937 GWh um 2,0 Prozent weniger verkauft, Wärme mit 1.752 GWh um 2,0 Prozent mehr.

Die Stromerzeugung der EVN kletterte im Zeitraum Oktober bis Juni um 27,0 Prozent auf 3.902 GWh. Davon entfielen 2.234 GWh (+31,5 Prozent) auf Wärmekraftwerke und 1.668 GWh (+21,4 Prozent) auf Erneuerbare Energie, wie das Unternehmen am Donnerstag im Quartalsbericht bekannt gab.

Zusätzlich zum ganzjährigen Betrieb des im Dezember 2013 in Dienst gestellten Kraftwerks Duisburg-Walsum trug auch eine steigende Zahl von Abrufen der Gaskraftwerke Theiß und Korneuburg zur Netzstabilisierung durch den österreichischen und den deutschen Übertragungsnetzbetreiber zu diesem Produktionsanstieg bei, heißt es.

Trotz der höheren Eigenproduktion lag der Aufwand für Fremdstrombezug und Energieträger mit 841,2 Mio. Euro um 6,5 Prozent höher. Gründe waren höhere Energiekosten (bedingt durch den Vollbetrieb von Duisburg-Walsum), der Erdgashandel und erhöhte Energiebezugspreise in Bulgarien, so die EVN. (APA, 27.8.2015)

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