Guatemala: Leichen von Häftlingen im Müll gefunden

27. August 2015, 05:56
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Männer wurden vermutlich Opfer von Bandenkrieg

Guatemala-Stadt – In einem Gefängnis in Guatemala sind die Leichen von sieben Insassen auf dem Müll gefunden worden. Die Leichen der Häftlinge wiesen Spuren von Folter auf, wie die Leitung des Gefängnisses El Boquerón im östlichen Bundesstaat Cuilapa am Mittwoch mitteilte. Demnach wurden sie in Mülltonnen in einem Gebäudeteil gefunden, in dem Mitglieder der Drogenbande Mara Salvatrucha untergebracht sind.

Womöglich wurden sie Opfer eines Bandenkriegs in der Strafvollzugsanstalt. Bereits am 8. August waren in dem Gefängnis drei Leichen mit Folterspuren gefunden worden.

Von den 521 Insassen des Gefängnisses gehören 286 zur Drogenbande Mara Salvatrucha, deren Mitglieder für ihre Ganzkörpertätowierungen bekannt sind. Die blutigen Fehden der kriminellen Gruppierung mit ihren Rivalen tragen wesentlich zur extrem hohen Mordrate in Zentralamerika bei. Die Region ist eine der gefährlichsten der Welt: Von den fünf Ländern mit der höchsten Mordrate der Erde liegen laut den Vereinten Nationen vier in Zentralamerika. Guatemala rangiert mit 39,9 Morden pro 100.000 Einwohnern im Jahr weltweit auf dem fünften Platz. (APA, 27.8.2015)

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