Nächster Prozess gegen Kunstberater Helge Achenbach

26. August 2015, 17:35
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Kunstberater sitzt seit über einem Jahr in Untersuchungshaft – Ende der Prozessserie gegen den einstigen Tausendsassa der Kunstszene ist nicht in Sicht

Düsseldorf – Rund fünf Monate nach der Verurteilung von Helge Achenbach beginnt am Donnerstag ein weiterer Millionen-Prozess gegen den einstigen Kunstberater. Im Zivilverfahren am Landgericht Düsseldorf fordert ein ehemaliger Geschäftspartner 1,75 Mio. Euro aus einem Darlehensvertrag von Achenbach zurück. Beide waren Mitgesellschafter der renommierten Kunstsammlung "Rheingold".

Als Sicherheit für das Darlehen hatte Achenbach dem Unternehmer seine Anteile an der Rheingold GmbH sowie drei Oldtimer übereignet. Die Oldtimer, die Eigentum einer der Firmen Achenbachs waren, fordert aber nun der Insolvenzverwalter ein. Der Unternehmer will deshalb sein Geld aus dem Darlehensvertrag zurück.

Kein Ende in Sicht

Ein Ende der Prozessserie gegen Achenbach ist damit nicht in Sicht. Anfang Februar 2016 wird eine weitere Klage verhandelt. Die Albrecht-Familie fordert von Achenbach und seiner Frau Dorothee nach Angaben des Landgerichts 980.000 Euro aus dem Verkauf von vier Skulpturen des spanischen Künstlers Juan Muñoz zurück.

Es handle sich um nicht autorisierte Nachgüsse, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch und bestätigte damit Medienberichte. Die Kunstwerke seien wertlos, weil kein Zertifikat von Muñoz vorliege. (APA, 26.8.2015)

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