Behördenchef nach Katastrophe in Tianjin entlassen

26. August 2015, 17:25
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Die Kommunistische Partei hatte Ermittlungen wegen Bestechung eingeleitet

Tianjin – Zwei Wochen nach der verheerenden Explosion in der chinesischen Hafenstadt Tianjin ist der Chef der nationalen Behörde für Arbeitssicherheit wegen Korruptionsvorwürfen entlassen worden. Yang Dongliang würden schwere Verstöße gegen Disziplin und Gesetze vorgeworfen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Dies ist in China die gängige Umschreibung für Korruption.

Weitere Details wurden nicht genannt. Die Kommunistische Partei hatte nach dem Unglück mit 139 Toten Ermittlungen wegen Bestechung eingeleitet. Die Regierung in Peking brachte die Entlassung Yangs nicht in direkten Zusammenhang mit den Explosionen in dem Chemikalienlager. Die Betreiberfirma der Lagerhalle hatte allerdings keine Lizenz für Materialien dieser Gefährdungsstufe. Yang war bis 2012 stellvertretender Bürgermeister der 15-Millionen-Metropole Tianjin.

In China kamen in den vergangenen Jahren Hunderte Menschen bei Unglücken in Bergwerken oder bei Fabrik-Bränden ums Leben, weil eklatant gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen wurde. Präsident Xi Jinping hat angekündigt, Konsequenzen daraus zu ziehen. (APA/Reuters, 26.8.2015)

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