Forscher suchen händeringend Kühlhalle für Obduktion eines Wals

26. August 2015, 16:23
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Ein Kadaver von 17,2 Metern Länge und 23 Tonnen Masse wird zur logistischen Herausforderung

foto: apa/epa/piotr wittman

Danzig – Polnische Wissenschafter suchen im Internet nach Kühlcontainern oder -hallen, um mit der Obduktion eines toten Finnwals fortfahren zu können. Seit Dienstag sind sie an dem Kadaver zugange, der in der Danziger Bucht angeschwemmt wurde. Die Arbeit am Meeresforschungszentrum auf der Halbinsel Hel und die Suche nach der Todesursache könnte allerdings Tage dauern, teilte Krzysztof Skora, einer der beteiligten Forscher, in sozialen Medien mit.

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Finnwale (Balaenoptera physalus), die sich normalerweise nicht in Küstennähe aufhalten, können über 25 Meter lang und an die 70 Tonnen schwer werden. Damit kann das Tier, das noch am 7. August lebend von litauischen Fischern nahe der Hafenstadt Klaipeda gesichtet worden war, zwar nicht mithalten. Mit kolportierten Maßen von 17,2 Meter Länge und 23 Tonnen Masse ist es aber immer noch gewaltig genug, um die Forscher vor eine logistische Herausforderung zu stellen.

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"Wir messen und schneiden, um an die Organe zu kommen und sie zu untersuchen", beschrieb Skora die Arbeit mit Dutzenden Experten und Freiwilligen. Die Wissenschafter wollen nicht nur die Todesursache herausfinden, sie wollen auch das Skelett des Wals erhalten.

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Doch bis Experten das tote Tier entsprechend präparieren, muss der Kadaver womöglich Monate lang gut gekühlt aufbewahrt werden, hieß es auf der Facebook-Seite des Forschungszentrums. (APA/red, 26. 8. 2015)

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