Stein im Glas

15. September 2015, 12:21
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Die Wiener Miranda Bar ist ein hippes Lokal mit neuen und fast vergessenen Drinks

Mal abgesehen von weißen Tennissocken, Vokuhila und dem musikalischen Durchbruch von Andi Borg waren die 80er-Jahre ganz okay. Amerikanische Serien fanden unter anderem ihren Weg in die heimischen Röhrenfernseher – an eine der erfolgreichsten, "Miami Vice", erinnert die neue Miranda Bar in der Wiener Esterházygasse.

Dank heller Pastelltöne und Retrococktailkarten fühlt man sich wie ein Undercover-Agent an der Seite von James Crockett und Ricardo Tubbs – vor allem, wenn man ein paar der außergewöhnlichen Drinks intus hat, wie den "Clover Club", der nach dem Club der Industriellen von 1882 in Philadelphia benannt ist. Spannend ist auch, dass man bei manchen Cocktails kalte Steine statt Eiswürfel verwendet. An der Granitbar, die das Herzstück des Lokals ist, schwingen die Barkeeper ihre Shaker wie Künstler ihre Pinsel. Die ideale Bühne, um sich dem Hipster mit Hornbrille, Vollbart und umgeschnalltemTurnsackerl zu präsentieren.

Hinter dem neuen Barprojekt stehen Fridolin Fink – der quasi nebenan das Restaurant Finkh betreibt – und die Architekten Chieh-shu Tzou und Gregorio Lubroth, die vorher ihr Büro in den Räumlichkeiten hatten. Weil die beiden den Raum nicht aufgeben wollten, beschlossen sie, eine neue Bar zu eröffnen – irgendwie logisch. Die drei Unternehmer teilen schon länger ihre Leidenschaft für coole Lokale und betreiben unter anderem das "If dogs run free" in der Gumpendorfer Straße. Neue Barprojekte folgen. (Alex Stranig, Rondo, 28.8.2015)

Miranda Bar
Esterházygasse 12
1060 Wien
Tel.: 01/952 87 94

  • Helle Pastelltöne und Retrococktailkarten versetzen die Besucher der Miranda Bar in ein 80er Jahre Feeling.
    foto: miranda bar

    Helle Pastelltöne und Retrococktailkarten versetzen die Besucher der Miranda Bar in ein 80er Jahre Feeling.

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