Nahe an der Natur leben sorgt für guten Schlaf

30. August 2015, 19:03
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US-Forscher werten Datensätze von über 250.000 Menschen aus

Urbana – Bäume in der Stadt verbessern das Lebensgefühl so sehr, dass es einer Verjüngungskur gleichkommt (wir berichteten). Generell scheint es aber so zu sein, dass die Nähe zu wenigstens einem Fleckchen Natur positive Auswirkungen hat – sei es nun ein Park, ein Strand oder anderes.

Das schließen Forscher der University of Illinois aus Daten, die sie aus einer umfangreichen Untersuchung zogen. Das "Behavioral Risk Factor Surveillance System" der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde enthält Datensätze über mehr als 255.000 Menschen, die repräsentativ für die erwachsene amerikanische Bevölkerung sind.

Schlafverhalten im Fokus

Aus diesen Datensätzen verglichen die Forscher um Diana Grigsby-Toussaint Angaben über Wohnorte und Schlafverhalten der erfassten Personen. Zu etwaigen Schlafproblemen befragt, hatten die meisten angegeben, pro Monat insgesamt weniger als eine Woche schlecht geschlafen zu haben. Es gab aber auch solche, die auf 21 bis 29 schlechte Nächte pro Monat kamen – laut Grigsby-Toussaint korrelierten solche Angaben mit Wohnorten, an denen kaum Zugang zur Natur vorhanden ist.

Grigsby-Toussaint vermutet, die Ursache liege darin, dass die Nähe zur Natur ein höheres Maß an körperlichen Aktivitäten im Freien begünstigt – die sich ihrerseits positiv auf den Schlafrhythmus auswirken.

Den stärksten Zusammenhang fanden die Forscher bei Menschen über 65. Zudem war er bei Männern deutlich stärker ausgeprägt als bei Frauen. Möglicherweise sind Frauen vorsichtiger als Männer, was Aufenthalte im Freien und abseits belebter Straßen anbelangt, bieten die Forscher als denkbare Erklärung für den Unterschied zwischen den Geschlechtern an. Letzteres muss aber Spekulation bleiben. (red, 30. 8. 2015)

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