Psychologin wegen verbotener Beziehung mit Häftling beurlaubt

25. August 2015, 12:51
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Frau war in Strafvollzugsanstalt Stein tätig und besuchte Verurteilten in Wiener Gefängnis – Justizbetreuungsagentur entscheidet über arbeitsrechtliche Konsequenzen

Krems/Stein/Wien – Eine Gefängnispsychologin der Strafvollzugsanstalt Stein in Niederösterreich ist vom Dienst freigestellt worden, weil ihr vorgeworfen wird, eine Beziehung mit einem Häftling zu haben. Dementsprechende Medienberichte, die sich auf "NÖN Online" vom Montag beziehen, bestätigte der Sprecher der Generaldirektion für den Strafvollzug im Justizministerium, Josef Schmoll, gegenüber der APA.

Beziehung mit Häftlingen sind Mitarbeitern von Strafvollzugsanstalten untersagt. Über die arbeitsrechtlichen Konsequenzen wird der Arbeitgeber der Frau, die Justizbetreuungsagentur, entscheiden, sagte Schmoll. Laut "NÖN" war die Causa vor zwei Wochen bekannt geworden, nachdem die Psychologin den Häftling in der Justizanstalt Wien-Simmering besucht hatte, da dieser von Stein dorthin überstellt worden war. Die Frau gab an, die Lebensgefährtin des Verurteilten zu sein. Nach einer Überprüfung durch einen Simmeringer Justizwachebeamten wurde jedoch ihre berufliche Identität bekannt.

Schmoll hielt gegenüber der APA fest, dass in der Justizanstalt Wien-Simmering nur überwachte Besuche und – entgegen anderer Medienberichte – keine Langzeitbesuche in "Kuschelzellen" möglich sind. (APA, 25.8.2015)

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