Kinder zerstörten in Museen wertvolle Gegenstände

Video25. August 2015, 12:48
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Bub stolperte und riss in einem taiwanesischen Museum ein Loch in "Flowers" von Paolo Porpora – In Jerusalem zerbrach ein Mädchen ein 2000 Jahre altes Glasgefäß

Taipeh/Jerusalem – Hiobsbotschaften erreichten in den vergangenen Tagen Museumsdirektoren in Israel und Taiwan: Kinder beschädigten jeweils unabsichtlich historische und wertvolle Ausstellungsstücke.

In einem taiwanesischen Museum ist ein zwölfjähriger Bub in ein Kunstwerk gestolpert und hat dabei enormen Schaden verursacht. Wie die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA am Dienstag berichtete, sei das Kind aus dem Gleichgewicht geraten, nachdem es im Vorbeigehen mit den Füßen an ein Podest vor dem 350 Jahre alten Ölgemälde gestoßen war.

Der Zwölfjährige stützte sich mit beiden Händen ausgerechnet auf dem Werk des italienischen Künstlers Paolo Porpora ab und riss dabei ein Loch in das rund 1,5 Millionen Dollar teure Bild mit dem Titel "Flowers". Eine Überwachungskamera des Museums in Taipeh hatte den Vorfall aufgezeichnet.

中央社

Der Bub und seine Familie hatten laut CNA Glück im Unglück: Weil es sich offensichtlich um einen Unfall handelte, werde der Kurator der Ausstellung keine Forderungen an die Familie stellen. Stattdessen werde der Schaden der Versicherung gemeldet. Das beschädigte Kunstwerk soll nun von einem taiwanesischen Restaurator begutachtet und zurück nach Italien geschickt werden.

2000 Jahre altes Gefäß beschädigt

In Jerusalem hat indessen ein kleines Mädchen im Israel-Museum versehentlich ein rund 2000 Jahre altes Glasgefäß zerbrochen. Dabei handelte es sich zudem auch noch um eine Leihgabe aus den USA. Eine Sprecherin des Museums in Jerusalem bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Haaretz". Sie wollte sich nicht zu weiteren Einzelheiten äußern.

Das Gefäß gehöre der Familienstiftung Robert und Renee Belfer aus New York, berichtete "Haaretz". Es sei Teil einer Sammlung von Objekten aus dem Altertum. Wegen der Sommerferien in Israel besuchen viele Familien mit Kindern das Museum. Das Mädchen habe sich am vergangenen Sonntag anscheinend gegen die Glasvitrine gelehnt oder sie erschüttert, hieß es weiter in dem Bericht. Dabei sei das ausgestellte Objekt umgefallen.

Experten des Museums hätten es inzwischen mit Erlaubnis der Besitzer wieder repariert. Es sei in einem "besseren Zustand als zuvor". "Man muss sich sehr anstrengen, um den Bruch mit bloßem Auge zu erkennen", schrieb die Zeitung unter Berufung auf das Museum. (APA/dpa, 25.8.2015)

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