Konrad-Wolf-Preis posthum an Christoph Schlingensief

25. August 2015, 12:45
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Jury hob seinen "autobiografischen Eigensinn" hervor

Berlin – Der 2010 verstorbene Künstler und Filmemacher Christoph Schlingensief wird posthum mit dem Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste geehrt. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung geht zugleich an das von ihm gegründete Operndorf im afrikanischen Burkina Faso, teilte die Akademie am Dienstag mit.

Der Preis, der an den renommierten DDR-Filmemacher Konrad Wolf erinnert, wird am 20. Oktober im Akademiegebäude am Tiergarten vergeben. Schlingensief, einer der vielseitigsten und innovativsten deutschen Künstler, war 2010 mit 49 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Die Jury hob besonders seinen "autobiografischen Eigensinn" und seine politische Unabhängigkeit hervor. Das von ihm gegründete Operndorf ist eine kulturelle Begegnungs- und Experimentierstätte vor allem für Kinder und Jugendliche. (APA, 25.8.2015)

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