Insektengift-Allergie: Lieferengpass bei Notfallsets

25. August 2015, 11:05
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Wegen der Hitzewelle sind die Wespen heuer früher aufgetreten. Dadurch wurden Notfallsets stärker als sonst nachgefragt

Wien – Menschen, die gegen Insektengift allergisch reagieren, sollten im Freien stets ein Notfallset mit Medikamenten wie beispielsweise Adrenalin, einem Cortisonpräparat und einem Antihistaminikum bei sich tragen.

Durch die hohe Nachfrage nach Autoinjektoren ist es nun aber zu einem Lieferengpass in Österreich und großen Teilen Europas gekommen. Eine vorübergehende Notversorgung sei aber gewährleistet, berichtet die Meda Pharma GmbH, ein u.a. auf Allergien spezialisiertes Pharmaunternehmen. Die Autoinjektoren werden bei Insektenstichallergien eingesetzt, um einen anaphylaktischen Schock zu vermeiden.

Wespen werden stärker wahrgenommen

Zurückzuführen sei der Lieferengpass auf die Wespen, die heuer durch die hohen Temperaturen bereits früher aufgetreten sind und stärker wahrgenommen wurden. "Die Nachfrage nach EpiPen-Autoinjektoren hat sich vor diesem Hintergrund in nicht erwartbarem Ausmaß vervielfacht, allein in Österreich betrug sie bis zum Fünffachen des Vorjahres", sagt Günter Cseh, Österreich-Geschäftsführer von Meda.

Die Liefersituation würde sich aber bereits wieder entspannen, vorübergehend werden Autoinjektoren aus anderen EU-Ländern nach Österreich geliefert. So konnte ein Kontingent, das ursprünglich für den britischen Markt hergestellt worden war, nach Österreich geliefert werden, heißt es von Seiten des Unternehmens. (APA, red, 25.8.2015

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