Spotify verbietet Labels, sich auf Playlists einzukaufen

24. August 2015, 12:47
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Will damit gängiger Praxis einen Riegel vorschieben – Platz auf Playlist mehrere tausend Dollar wert

Spotify spricht in den neuen Nutzungsbedingungen ein expliziter Verbot für den Einkauf auf Playlists aus. Dies hatte sich in den vergangenen Jahren zu einer bewährten Praxis für Musiklabels entwickelt, die neue Songs populär machen wollen. Ein Platz auf einer Playlist mit tausenden Followern kann laut Billboard ab 2.000 Dollar erworben werden, wobei der Preis nach oben hin nicht begrenzt ist. Große Major-Labels beschäftigen mittlerweile eigene Marketing-Abteilungen nur für Streaming-Seiten.

Tricks der Labels

Allerdings könnte es für Spotify schwierig werden, die hehren Absichten tatsächlich umsetzen zu können. Denn Labels arbeiten mit allerlei Tricks: So wird Kuratoren von Playlists etwa eine "Konsulting-Gebühr" überwiesen, damit diese sich neue Songs anhören. Das heißt nach Auslegung der Labels aber nicht, dass diese Kuratoren für die Platzierung der Lieder auf Playlists bezahlt werden.

Anteile

Weiters ist auch unklar, inwiefern Spotify gegen die großen Labels vorgehen kann, da die wichtigen Player allesamt Anteile am Musikstreamer halten. Spotify ist momentan der größte Streaming-Dienst im Musikbereich. Konkurrent Apple Music setzt ebenfalls stark auf kuratierte Playlists. (fsc, 24.8.2015)

Links:

Billboard

  • Spotify will dem Einkauf auf kuratierte Playlists einen Riegel vorschieben
    foto: reuters/ruvic

    Spotify will dem Einkauf auf kuratierte Playlists einen Riegel vorschieben

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