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Mode denken und postmonetäre Ökonomie

27. August 2015, 09:29

Die Projektemacher*innen: Runde Zwei am 19. und 20. September

Die neue Reihe Die Projektemacher*innen: Szenen des Entwerfens wird mit zwei sehr unterschiedlichen Projekten fortgesetzt.

Am 19. September ab 20.30 Uhr entwerfen Philipp Ekardt und Barbara Vinken das Projekt Die kommende Mode anschauen: Denken am Rande des Laufstegs. Am Anfang des Projekts steht eine der wichtigsten Grundfunktionen von Mode, die Konstruktion und Zerlegung von Geschlechtlichkeit. Ein Blick auf die Laufstege, die das internationale Modegeschehen definieren, wirft die Frage auf, ob unser Denken der Mode überhaupt noch aktuell ist. Die beiden ProjektmacherInnen haben ähnliche akademische Hintergründe.

Philipp Ekardt ist Modeexperte und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Freien Universität Berlin. In seinen akademischen Veröffentlichungen hat er sich unter anderem mit Benjamins Modephilosophie beschäftigt. Für verschiedene Zeitschriften wie Spex und Texte zur Kunst schreibt er auch über Mode und macht Interviews, etwa mit Helmut Lang.

Barbara Vinken ist Modetheoretikerin und Professorin für Allgemeine Literaturwissenschaft und Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Sie hatte zahlreiche internationale Gastprofessuren inne, etwa an der New York University oder der École des Hautes Études des Sciences Sociales in Paris. Mit ihrem Buch Angezogen. Das Geheimnis der Mode war sie 2014 für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch nominiert. Davor erschien das heftig diskutierte Buch Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos.

Eine gänzlich andere Konstellation und ein anderes Thema bringt das Projekt Postmonetäre Ökonomie: Welt ohne Geld am 20. September ab 20.30 Uhr. Es wird geplant von zwei Brüdern. Ralph und Stefan Heidenreich haben im Jahr 2008 die Schrift Mehr Geld (Merve) publiziert, mit der sie die Finanzkrise vorausgesagt und analysiert haben. Derzeit beschäftigen sie sich mit Utopiekonzepten zur Überwindung aktueller Krisen. Die Brüder werden in diesem Sinne mit ExpertInnen aus Wien ein Projekt entwickeln, das den nervösen Märkten das Geld entziehen will. Im Herbst 2015 erscheint ihre Streitschrift Schulden und Fordern, auf deren Erkenntnisse das Projekt aufbauen wird. Ralph Heidenreich ist Programmierer, Landvermesser, Gärtner und Autor verschiedener Schriften zu Finanzwirtschaft und Ökonomietheorie, die er gemeinsam mit seinem Bruder Stefan Heidenreich, der Autor und Theoretiker ist und an der Leuphana Universität Lüneburg lehrt, verfasst.

Der Künstler Andreas Töpfer begleitet das Geschehen der ProjektmacherInnen mit performativen Zeichnungen.



Eindrücke des ersten beiden Veranstaltungsabende finden Sie hier:
Die Projektmacher*innen: Szenen des Entwerfens – Part 1



Bei Schönwetter finden alle Veranstaltungen Open Air im Haupthof des MuseumsQuartiers statt, bei Schlechtwetter in der Arena 21. Der Eintritt ist frei.

  • Artikelbild
    foto: verlag klett-cotta
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