Admira verblüfft auch in Altach

23. August 2015, 21:20
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Niederösterreicher siegen als klar unterlegenes Team in Vorarlberg 2:1 und sind Tabellen-Zweiter

Altach – Admira Wacker Mödling bleibt in der Fußball-Bundesliga das Team der Stunde. Die Niederösterreicher gewannen am Sonntag zum Abschluss der 6. Runde auswärts bei Schlusslicht Altach 2:1 (1:0) und sind damit wieder erster Verfolger von Spitzenreiter Rapid.

Die Admira konnte in Vorarlberg zwar nicht spielerisch überzeugen, war dafür vor dem gegnerischen Tor aber einmal mehr ungemein effizient. Aus zwei Chancen machten die Südstädter durch Kapitän Christoph Schößwendter (39.) und Markus Blutsch (69.) zwei Tore. Am Ende spielte nur mehr der SCR Altach, mehr als der 1:2-Anschlusstreffer von Louis Ngwat-Mahop in der Nachspielzeit schaute aber gegen eine dezimierte Admira nicht mehr heraus.

Damir Canadi veränderte sein Team gegenüber dem Spiel gegen Belenenses Lissabon am Donnerstag nur an drei Positionen. In der Innenverteidigung spielte Alexander Pöllhuber statt Jan Zwischenbrugger, im Mittelfeld begann Daniel Luxbacher anstelle von Patrick Salomon. Im Angriff bekam Seeger eine Pause verordnet, Martin Harrer kam zum Zug. Bei der Admira setzte das Trainerduo Baumeister/Lederer im offensiven Mittelfeld auf Rene Schicker anstelle von Maximilian Sax.

Die Partie in der Cashpoint-Arena nahm nur langsam Fahrt auf. Nach und nach übernahmen die Hausherren aber die Kontrolle, hatten bei ihren Vorstößen in den Strafraum jedoch kein Glück. Die beste Möglichkeit ließ Hannes Aigner aus, der relativ unbedrängt im Sechzehner nicht ideal an den Ball kam (13.). In der 27. Minute vergab der Routinier nach Flanke von Andreas Lienhart per Kopf. Harrer traf nach einem missglückten Ausflug von Jörg Siebenhandl (38.) nur das Außennetz.

Stattdessen ging die Admira in Führung. Nach einer Flanke von Blutsch, der nach einem Corner komplett alleine war, nutzte Abwehrchef Schößwendter die Konfusion in der Altacher Hintermannschaft und brachte den Ball per Direktabnahme im kurzen Eck unter (39.). Die Gäste hatten davor offensiv praktisch nicht stattgefunden.

Sturmlauf ohne Finesse

Altach erhöhte nach dem Seitenwechsel den Druck noch einmal. Angriff um Angriff rollte Richtung Admira-Tor, das viel gelobte Überraschungsteam konnte sich allenfalls durch destruktives Bälle-Wegschlagen für Momente befreien. Es haperte jedoch bei den Vorarlbergern nach wie vor an der notwendigen Durchschlagskraft im Strafraum. Trainer Canadi hatte dieses Grundübel schon nach dem Belenenses-Spiel angesprochen.

In der 57. Minute scheiterte Harrer mit einem direkten Freistoß. Sonst blieb es bei vielen Flanken, die keinen Abnehmer fanden, oder unplatzierten Weitschüssen. Wie es geht, exerzierte die Admira in Person von Blutsch vor, der den einzigen nennenswerten Konter mit seinem Bundesliga-Premierentor vollendete. Weil in der 73. Minute Markus Wostry die Gelb-Rote Karte sah, geriet die restliche Spielzeit nur mehr zu einer Abwehrschlacht.

In der Nachspielzeit besorgte Ngwat-Mahop das 1:2 (93.). Es war zu spät – die Altacher verließen als bessere Mannschaft den Platz als Verlierer. (APA/red – 23.8. 2015)

Bundesliga, 6.. Runde:
SCR Altach – FC Admira Wacker Mödling 1:2 (0:1). Altach, Cashpoint Arena, 4.217, SR Schüttengruber.

Tore: 0:1 (39.) Schößwendter, 0:2 (69.) Blutsch, 1:2 (93.) Ngwat-Mahop

Altach: Lukse – Lienhart, A. Pöllhuber, Ortiz, Zech – Prokopic, Netzer (68. Roth), Luxbacher (59. Hofbauer) – Ngwat-Mahop, Aigner, Harrer (74. Seeger)

Admira: Siebenhandl – Ebner, Schößwendter, Wostry, Zwierschitz – Lackner, Toth – Starkl (83. Maier), R. Schicker (60. Bajrami), Blutsch – Vastic (30. Grozurek)

Gelbe Karten: Ngwat-Mahop, Aigner bzw. Grozurek, Bajrami, Siebenhandl, Toth

Gelb-Rote Karte: Wostry (73./Foul)

  • Admiras Trainer Ernst Baumeister macht etwas richtig.
    foto: apa/stiplovsek

    Admiras Trainer Ernst Baumeister macht etwas richtig.

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