Erneut tödliches Explosionsunglück in China

23. August 2015, 17:18
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Feuer löste Explosion in Fabrik in der Provinz Shandong aus – Mindestens 123 Opfer in Tianjin

Peking – Zehn Tage nach der Katastrophe in einem Gefahrgutlager im nordchinesischen Tianjin ist im Osten Chinas ein neues Explosionsunglück mit Chemikalien passiert. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, gab es einen Toten und neun Verletzte.

Das Unglück ereignete sich am Samstagabend in der Fabrik der Shandong Runxing Chemical Technology in Dongfu in der Region Huantai (Provinz Shandong). Erst sei ein Feuer ausgebrochen, dann habe es die Explosion gegeben. Die Ursache blieb zunächst unklar.

Das neue Unglück folgte auf die schwere Explosion im Hafen von Tianjin, wo die Zahl der Toten bis Sonntag auf mindestens 123 gestiegen ist. 50 Menschen wurden noch vermisst, wie Xinhua meldete. Mehr als 600 wurden demnach noch in Krankenhäusern behandelt, davon befanden sich wohl mehr als 40 in kritischem Zustand.

Zahl der Opfer in Tianjin auf 124 gestiegen

Am 12. August war es in dem Lager mit gefährlichen Chemikalien nach einem Brand zu heftigen Explosionen gekommen, die in einem weiten Umkreis schwere Verwüstungen anrichteten. Als Reaktion waren landesweit Inspektionen von Unternehmen angeordnet worden, die mit Chemikalien und Explosivstoffen umgehen. Offenbar sind Probleme weit verbreitet. Allein in der Hauptstadt Peking wurden bei 85 von 124 untersuchten Unternehmen, die mit giftigen oder explosiven Chemikalien umgehen, Gefahren entdeckt, wie Xinhua schrieb.

Bei dem Unglück in Shandong erschütterte die Explosion die Gegend in einem Umkreis von fünf Kilometern, wie die "Volkszeitung" berichtete. Auch hier gab es ähnlich wie in Tianjin in unmittelbarer Entfernung von nur einem Kilometer eine Wohnsiedlung. Das Feuer war fünf Stunden später gelöscht. Die Umweltbehörden berichteten, dass keine Gefahr für die Umwelt bestanden habe, wie Xinhua schrieb. Augenzeugen sagten, es habe einen großen Feuerball und zwei laute Detonationen gegeben. Die Fabrik sei erst seit kurzem in Betrieb. (APA/dpa, 23.8.2015)

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